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Forward Reyshawn Terry (r.) spielt seit August 2010 beim Meister aus Bamberg © imago

Trotz der Auftaktpleite in Bamberg sieht Quakenbrück seine Chance auf den Playoff-Ausgleich. Frankfurt will bei ALBA triumphieren.

Von Barnabas Szöcs

München - Den Artland Dragons ging am Ende einfach die Luft aus.

Entsprechend stark schmerzte die Quakenbrücker die 73:85 (38:40)-Niederlage (VIDEO) beim amtierenden Meister aus Bamberg (DATENCENTER: Playoffs).

Doch das erste Spiel der Playoff-Halbfinals (Spielbericht) offenbarte trotz der Pleite viele positive Einsichten vor Partie zwei (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in der heimischen Artland-Arena.

Besonders das zweite Viertel in der Frankenhölle dürfte Dragons-Coach Stefan Koch gut gefallen haben.

Starkes Viertel reicht nicht aus

Mit 23 Punkten in Folge schockte Quakenbrück den Favoriten, verkürzte nach einem verkorksten Start auf 38:40 und zeigte eindrucksvoll, dass das schnelle Spiel der Bamberger durchaus gestört werden kann.

Doch das Aufbäumen ging den Gästen an die Substanz: "Das hat viel Kraft gekostet. Uns hat am Ende die Energie gefehlt, so weiterzuspielen", sagt Dragons Co-Trainer Tyron McCoy vor der Begegnung in Quakenbrück.

Dragons selbstkritisch

Eine solche Achterbahnfahrt der Kräfte wollen die Niedersachsen ihren Fans nun ersparen und bauen auf ihre Stärken: "Wir müssen besser von Angriff auf Verteidigung umschalten und dürfen nicht so viele einfache Punkte zulassen", so McCoy.

Sollten die Gastgeber auch die zweite Partie verlieren, wird es in der Best-of-Five-Serie kaum noch möglich sein, den Liga-Krösus von Meister-Coach Chris Fleming zu bezwingen.

[kaltura id="0_q2opkyus" class="full_size" title="Bamberg legt vor"]

Der Meister hat Respekt

Das weiß auch McCoy: "Chris bereitet seine Mannschaft ohnehin immer sehr gut auf den Gegner vor. Sie wussten genau, wie sie uns verteidigen müssen."

Von überschwänglicher Freude ist bei Bamberg trotz der 1:0-Führung allerdings nichts zu merken. Die Franken wissen, warum: Schon im BBL-Pokal vor sechs Wochen zwangen die Dragons Bamberg in die Verlängerung, bevor sich der Titelverteidiger mit 101:93 durchsetzen konnte.

Fenn-Ausfall kein Vorteil

"Das wird ein komplett anderes Spiel", weiß Bambergs Co-Trainer Arne Woltmann und belegt seine Aussage sofort: "Stefan Koch hatte nur extrem wenig Zeit, um sein Team auf die Serie vorzubereiten."

Selbst im möglichen erneuten Ausfall von Quakenbrücks Center und Kapitän Darren Fenn, der mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, sieht Woltmann keinen Vorteil: "Dann werden die Guards der Dragons brennen und es wird sicher noch mehr von ihnen kommen. Mit ihrer Qualität haben sie die Dragons auch durch die Serie gegen Braunschweig getragen."

Frankfurt will den Ausgleich

Vor der zweiten Partie zwischen ALBA Berlin und den Frankfurt Skyliners haben sich die Vorzeichen nach nur einem Spiel komplett gedreht.

Selbst die Berliner nannten ihren Halbfinal-Auftaktsieg in Frankfurt "etwas glücklich" (VIDEO).

81:80 (39:37) hieß es am Ende für die "Albatrosse", doch der knappe Triumph hat große Auswirkungen auf die weitere Serie (Spielbericht).

Große Chance für Berlin

Nach dem verspielten Heimvorteil reisen die Skyliners aus der Main-Metropole mit ordentlichem Druck in die Hauptstadt. Gewinnt Berlin auch Spiel zwei (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), müsste Frankfurt drei Partien hintereinander für sich entscheiden.

Der Schlüssel zum Auswärtserfolg sehen die Gäste in ihrer Einstellung: "Wir sind nicht das längste Team der Liga, im Gegenteil. Aber was uns auszeichnet ist unser Kampfgeist. Damit machen wir das immer wieder wett", meint MVP DaShaun Wood: "Die Art, wie wir als Team rebounden, spricht klar für unsere Einstellung."

Idbihi warnt vor Leichtsinn

Wie schnell ein knapper Vorsprung weg ist, wissen die Berliner von Coach Muli Katzurin nicht erst seit der Viertelfinal-Serie gegen Oldenburg: "In unseren Köpfen muss die Serie immer noch 0:0 stehen", warnt ALBAs Yassin Idbihi, der in Spiel eins zum Matchwinner avancierte (STENOGRAMME: Die Playoffs).

Während sich die Gäste bei der geplanten Revanche vor allem auf Wood verlassen, hoffen die Berliner auf die Rückkehr von Kapitän Julius Jenkins, der wegen Rückenproblemen in Frankfurt ausfiel und noch in Behandlung ist.

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