vergrößernverkleinern
Point Guard Tyrese Rice (r.) spielt seit 2010 bei den Artland Dragons © imago

Quakenbrücks Playoff-Ausgleich bringt den Meister ins straucheln. ALBA hadert mit der Schlussphase und DaShaun Wood.

Quakenbrück/Berlin - Der Titelverteidiger strauchelt und auch der frühere Serienmeister muss um den Einzug ins Finale bangen.

Im Halbfinale der Playoffs in der Beko BBL konnten sich weder Bamberg noch Berlin einen Matchball erkämpfen und verpassten eine Vorentscheidung (Bericht).

Die Brose Baskets Bamberg unterlagen am Samstag mit 72:86 (44:44) bei den Artland Dragons Quakenbrück (Video). ALBA Berlin verlor das erste Heimspiel der Best-of-five-Serie mit 72:80 (38:46) gegen die Skyliners Frankfurt (Video).

In beiden Serien steht es damit 1:1 (DATENCENTER: Playoffs).

Koch lobt sein Team

"Die Spieler haben Herz und Charakter gezeigt, ich bin stolz", sagte Quakenbrücks Trainer Stefan Koch nach dem überraschenden Erfolg gegen Bamberg.

Nachdem die Franken bereits schnell mit 10:4 führten, war nicht sonderlich damit zu rechnen, dass der Pokalsieger von 2008 das Spiel noch so souverän gewinnen kann.

Rice hält Titelchancen aufrecht

Angeführt vom US-Amerikaner Tyrese Rice (24 Punkte) wahrten die Drachen jedoch ihre Finalchancen und dürfen weiter vom ersten Meistertitel träumen.

"Unsere Guards waren heute nicht in der Lage, das Tempo zu kontrollieren, vor allem offensiv. Dadurch haben wir komplett unseren Rhythmus verloren", sagte Bambergs Trainer Chris Fleming, der mit seinem Team in dieser Saison bereits den Pokal gewann.

Fleming bleibt zuversichtlich

Trotzdem gehen die Brose Baskets optimistisch in Spiel drei am Mittwoch (Mi., ab 19 Uhr im LIVESTREAM) in der heimischen Arena. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir diese Mannschaft 3:0 schlagen. Es ist eine gute Serie und das wird sie auch bleiben", sagte Fleming.

[kaltura id="0_9bsx3nea" class="full_size" title="Tyrese Rice im Interview"]

Wood nicht zu bremsen

In Berlin wurde der quirlige Frankfurter DaShaun Wood vor 10.711 Zuschauern zu ALBAs Albtraum.

In der entscheidenden Phase war der Guard einfach nicht zu stoppen. Zwölf seiner 23 Punkte erzielte der US-Amerikander im Schlussviertel und drehte damit die Begegnung, nachdem die Hauptstädter vor den letzten zehn Minuten noch mit 67:56 geführt hatten (STENOGRAMME: Die Playoffs).

"Wenn du gegen einen Spieler wie ihn die Tür nur einen Spalt aufmachst, dann drückt er sie komplett auf", sagte Berlins Trainer Muli Katzurin.

ALBA zeigt im Schlussviertel Nerven

In der ersten Halbzeit habe man Wood gut verteidigen können, nach dem Seitenwechsel gelang das überhaupt nicht mehr. "Der Plan war, in der Verteidigung immer frische Beine gegen ihn zu haben. Es sieht aus, als hätten wir das nicht ganz geschafft", sagte Katzurin.

Aber auch offensiv versagten dem achtmaligen deutschen Meister die Nerven.

Mehr als acht Minuten blieben die Berliner im Schlussviertel ohne Punkte. Im dritten Spiel (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Frankfurt muss das besser werden, sonst dreht die Serie ganz zu kippen.

"Es bleibt wie bei einem Tennismatch"

"Wir lagen fast das gesamte Spiel hinten, haben aber nie aufgegeben", sagte Frankfurts Trainer Gordon Herbert, der aber von einer Wende in der Serie noch nichts wissen wollte: "Es bleibt wie bei einem Tennismatch, es steht nun 1:1 und dies besagt nichts anderes, als dass es ein viertes Spiel in Berlin geben wird. Das ist alles."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel