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Die Deutsche Bank Skyliners standen bereits sechsmal im Halbfinale der Playoffs © imago

Im dritten Halbfinale müssen die Skyliners den Ausfall eines Leistungsträgers verkraften, ALBA will zurück zu alter Stärke.

Von Julia Kling

München - Es geht um den Matchball für den Einzug in das diesjährige Playoff-Finale.

Die Mannschaft, die die dritte Partie am Mittwoch (ab 19 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) in Frankfurt für sich entscheiden kann, benötigt nur noch einen Sieg, um das Finale zu erreichen.

Nach der Heimniederlage im zweiten Playoff-Halbfinale (Bericht) steht ALBA Berlin bei den Deutsche Bank Skyliners unter Druck. Die Mannschaft vergab im letzten Viertel einen 14-Punkte-Vorsprung und war neun Minuten lang nicht in der Lage zu punkten.

"Wir waren überrascht, als wir uns das Spiel danach ansahen. Man hat gemerkt, dass sie den Sieg mehr wollten als wir", berichtete Point Guard Taylor Rochestie auf Nachfrage von SPORT1 von der Spielanalyse.

Mit mehr Aggressivität ins Spiel

Das soll sich in der dritten Begegnung ändern (STENOGRAMME: Die Playoffs).

Trainer Muli Katzurin fordert nun mehr Einsatz von seinen Albatrossen: "Ich habe der Mannschaft immer und immer wieder gesagt, dass sie in den Playoffs mental fit sein, eine starke Verteidigung spielen und die ganze Zeit fokussiert sein muss", kommentierte er in der "Bild".

Auch Rochestie setzt auf ein angriffsbetontes Spiel und eingespielte Taktiken:

"Wir müssen aggressiver spielen und den Gegner dazu bringen, auf uns reagieren zu müssen und nicht andersrum. Wir dürfen keine Rebounds kassieren und müssen unser Spiel machen - nur mit mehr Leidenschaft."

[kaltura id="0_34aqznu2" class="full_size" title="R ckschlag f r ALBA"]

"In den Playoffs ist jeder emotional"

Der 25-Jährige hofft auf eine faire Partie. An eine Revanche nach dem heftigen Foul von DaShaun Wood denkt er nicht:

"Darum geht es nicht im Basketball. In den Playoffs ist jeder emotional und aufgeregt. Wir werden in das Spiel gehen und natürlich versuchen es für uns zu entscheiden."

Zunächst zog Wood mit einem Rempler gegen Rochestie die Aufmerksamkeit auf sich, später geriet er dann auch noch mit Julius Jenkins aneinander.

Frankfurt will an letztes Viertel anknüpfen

Frankfurts Trainer Gordon Herbert hofft, dass sein Team auf die Stimmung und Taktik aus dem letzten Viertel anknüpft:

"Es hat gezeigt, wie viel 'Team' in uns steckt. Mehrere Spieler haben den Schritt nach vorne gemacht und ihr Bestes gegeben. Nachdem wir den Heimvorteil zunächst verloren hatten, haben wir ihn nun zurückholen können. An die Leistungen des vierten Viertels wollen wir anknüpfen, es gibt noch Raum für Verbesserungen."

Die Skyliners müssen allerdings wahrscheinlich auf ihren Center Chris Moss verzichten.

Ausfall von Moss

Beim 2,04 m großen Hünen brach in der Partie am Samstag eine alte Verletzung an der rechten Hand wieder auf.

Damit fehlt den Deutsche Bank Skyliners nicht nur einer der wenigen Spieler, die die Zwei-Meter-Marke überschreiten, sondern auch der erfahrenste Spieler des Teams.

"Es wäre keine Katastrophe, wenn Chris ausfallen sollte", gibt sich der Center Muurinen, der als Alternative für den verletzten Moss gilt, gegenüber der "Frankfurter Rundschau" gelassen.

Konzentration aufs Spiel

Der Finne sieht nicht nur die große Garde in der Pflicht.

"Wir müssen das als Team lösen und verhindern, dass die Berliner den Ball unter dem Korb bekommen", sagte Muurinen.

Rochestie lässt sich von den Personalsorgen der Skyliners aber nicht aus der Ruhe bringen.

"Wir konzentrieren uns auf unser Spiel, sind aber nicht traurig über all diese Kleinigkeiten. Wir werden einfach versuchen Basketball zu spielen."

Ohne Mätzchen a la Wood.

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