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Tyrese Rice (l.) spielt seit der Saison 2010/2011 für die Artland Dragons © imago

Tyrese Rice spricht bei SPORT1 vor dem vierten Spiel gegen Bamberg über die Chancen der Dragons. Der Meister ist optimistisch.

Von Jakob Gajdzik und Raphael Weber

München - Das letzte Spiel glich einer Demontage.

Beim 84:61 im dritten Spiel des Playoff-Halbfinales der Beko BBL (Bericht) ließen die Brose Baskets Bamberg den Artland Dragons keine Chance und gingen in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 in Führung. (DATENCENTER: Playoffs)

Am Samstag in Quakenbrück (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) geht es für die Dragons also gegen den amtierenden Deutschen Meister nun um Alles oder Nichts.

"Wir müssen gewinnen, um am Leben zu bleiben", bringt Artland-Guard Tyrese Rice bei SPORT1 die Situation auf den Punkt.

Viele Fehler verhindern Sieg

Jedoch müssen die Gastgeber im Vergleich zum letzten Spiel ihre Fehlerquote stark minimieren, wollen sie am Samstag nicht bereits in den Urlaub fahren.

In Bamberg verhinderten eine miserable Wurfquote und zahlreiche einfache Ballverluste ein besseres Ergebnis und ermöglichte den Brose Baskets leichtes Spiel.

18 Turnover erzwang die Baskets-Defense gegen Artland und erlaubte den Dragons nur sechs Assists im gesamten Spiel. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

"Wir haben zu viele Fehler gemacht. Bamberg war einfach immer einer Schritt schneller", bemängelt auch Rice die vielen Fehlversuche der Dragons, verspricht aber auch: "Das wird uns nicht nochmal passieren".

[kaltura id="0_igp5q1vy" class="full_size" title=" Haben Quakenbr ck keine Chance gegeben "]

Defensive als Schlüssel

Den Schlüssel zum Erfolg sieht der 25-Jährige jedoch zunächst in der Defensive. "Wir müssen zuallererst sicher stehen um gewinnen zu können".

Das ist aber bei Spielern wie Casey Jacobsen, Anton Gavel, Kyle Hines und Co. eine Herkulesaufgabe. Das weiß auch Rice, der betont, dass es unmöglich ist "sich nur auf einen Einzelnen zu konzentrieren".

Immerhin haben die Dragons in diesen Playoffs bereits Erfahrung mit Comebacks: "Wir waren im Viertelfinale schon einmal in der gleichen Situation und sind zurückgekommen", erinnert Co-Trainer Tyron McCoy.

Gegen Braunschweig stand man mit einem 1:2-Rückstand ebenfalls vor dem Aus, gewann aber die beiden folgenden Partien.

Matchwinner Gavel optimistisch

Der Titelverteidiger aus Bamberg hat aus der 72:86-Niederlage im zweiten Spiel in Quakenbrück gelernt und eine weitaus konzentriertere Leistung gezeigt.

"Wir haben von Anfang an Akzente gesetzt und Quakenbrück gar keine Chance gegeben. Wir wollten ungebdingt in Führung gehen und das haben wir in der Defense von Anfang an gezeigt, so wie in Quakenbrück, nur dieses Mal haben wir das über vier Viertel gemacht", freute sich der Matchwinner der dritten Partie, Anton Gavel, bei SPORT1.

Der Slowake war mit 20 Punkten bester Werfer der Baskets.

Wiedersehen mit Frankfurt?

Dabei verwandelte Gavel starke 70 Prozent seiner Würfe, eine Quote von der die Dragons an diesem Abend meilenweit entfernt waren.

Sollte die Bamberger den Einzug ins Finale schaffen, könnte es dort zur Wiederholung des Duells von 2010 kommen.

Damals trafen die Franken auf die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt. Die Skyliners liegen vor Spiel vier gegen ALBA Berlin (So., ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in ihrer Serie allerdings mit 1:2 zurück.

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