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Julius Jenkins (re., mit DaShaun Wood) spielt seit 2006 für ALBA Berlin © imago

ALBA feiert seine Auferstehung und geht mit Momentum in Spiel vier gegen Frankfurt. Der Skyliners-Coach erwartet eine Reaktion.

Von Jakob Gajdzkik und Raphael Weber

München - ALBA Berlin lag am Boden, doch der achtmalige Deutsche Meister ist wieder aufgestanden - und wie!

Nach dem katastrophalen Schlussviertel in Spiel zwei (Bericht) haben die "Albatrosse" eindrucksvoll zurückgeschlagen und sich mit einer Galavorstellung beim 68:52-Sieg am Mittwoch (Bericht) zurückgemeldet.

Jetzt haben die Berliner im Playoff-Halbfinale der Beko BBL gegen die Deutsche Bank Skyliners (So., ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) den ersten Matchball zum Einzug ins Finale.

Die klare Niederlage in Spiel vier hat beim Gegner aus Frankfurt Spuren hinterlassen und dem Finalisten des Vorjahres zu denken gegeben. (DATENCENTER: Playoffs)

Gesetz der Serie spricht für Skyliners

Geht es allerdings nach dem bisherigen Trend in den Halbfinal-Spielen der beiden Kontrahenten, stehen die Zeichen für die Frankfurter positiv.

In den bisherigen drei Partien siegte am Ende immer das Auswärtsteam. Somit wären wieder die Hessen am Zug. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

Zudem hat besonders die schwache Wurfquote von nur 25,5 Prozent den Skyliners zu Hause einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das war die bisher schwächste Quote in der gesamten Saison. Ansonsten kann sich der Zweite der Hauptrunde bisher wenig Vorwürfe machen.

[kaltura id="0_rn8wi4zq" class="full_size" title="ALBA demontiert Frankfurt"]

Herbert sieht ein "Kopfproblem"

Skyliners-Coach Gordon Herbert zeigte sich auch vor Spiel vier gezeichnet von der hohen Niederlage.

"Das war eines der schlechtesten Spiele, das wir für lange, lange Zeit zu Hause gemacht haben. Berlin hatte mehr Energie, mehr Willen", so Herbert in der "Frankfurter Rundschau".

"Sorgen macht mir, dass die Spieler sehr müde, manche gar lethargisch, wirkten." Die Ursache sieht er im mentalen Bereich: "Wenn man müde ist, ist es üblicherweise mehr ein Kopfproblem als eine Sache des Körpers."

Freizeit als Therapie

Herberts Rezept dagegen war ein freier Tag für die Mannschaft, damit die Spieler "den Kopf frei kriegen".

Der Coach ist überzeugt, dass gerade die deutliche Niederlage, bei der Frankfurt phasenweise vorgeführt wurde, motivierend für die nächste Partie wirkt: " Wir wurden bloßgestellt, in eigener Halle, vor den eigenen Fans. Ich erwarte, dass wir uns direkt in die Augen schauen und wieder auf die Beine kommen."

Katzurin sieht das "Momentum" bei ALBA

Doch auch ALBA-Trainer Muli Katzurin sieht sein Team hat nach dem Sieg im dritten Spiel im Vorteil, was er besonders auf die stabile Defensivleistung zurückführt: "Mit dieser guten und mannschaftlich sehr geschlossenen Verteidigungsleistung haben wir uns am Mittwoch das nötige Selbstvertrauen und auch das Momentum in der Serie zurückgeholt."

Auf die leichte Schulter nehmen wollen die Berliner den angeknockten Gegner aber überhaupt nicht.

Idbihi fordert Konzentration

"Das ist ein wirklich starker und gefährlicher Gegner, den wir nur schlagen können, wenn wir nicht nur drei Viertel lang, sondern über die vollen 40 Minuten konzentriert zur Sache gehen", sagte Center Yassin Idbihi, der mit insgesamt 46 Punkten in den ersten drei Partien gegen Frankfurt der Topscorer der "Albatrosse" ist.

Von entscheidender Bedeutung wird für Berlin sein, ob es erneut gelingt, die Kreise von Skyliners-MVP DaShaun Wood einzuengen. In Spiel drei kam der BBL Topscorer nur auf zehn Punkte bei einer schwachen Trefferquote von 30 Prozent aus dem Feld und konnte auch nur vier Assists verteilten.

ALBA stand zuletzt 2008 im Playoff-Finale, das auch prompt gegen die Telekom Baskets Bonn gewonnen wurde.

Sollte sich die Geschichte drei Jahre später wiederholen, hätte in der Hauptstadt bestimmt niemand etwas dagegen.

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