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Tibor Pleiß (h., mit Fenn) wechselte 2009 zu den Brose Baskets Bamberg © imago

Die Bamberger wahren in Spiel 5 des Playoff-Halbfinals gegen Quakenbrück seinen Heim-Nimbus und bucht das Finalticket.

Bamberg/Berlin - Als Chris Fleming wieder richtig lachen konnte, hatten die Brose Baskets Bamberg den Einzug in die Finalserie (Video) endgültig perfekt gemacht.

Mit ernster Miene stand der Trainer zunächst an der Seitenlinie, als der Meister in die Begegnung gegen die Artland Dragons Quakenbrück startete (DATENCENTER: Playoffs) .

Mit zunehmendem Spielverlauf hellten sich seine Gesichtszüge auf - einer überzeugenden Teamleistung sei Dank.

Mit 83:55 (46:30) gewannen die Bamberger am Dienstagabend das entscheidende letzte Spiel der Best-of-Five-Serie und hielten damit die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der Beko BBL am Leben.

"Gute Reaktion gezeigt"

"Die Anspannung war groß, und es brauchte einfach etwas Zeit, bis sie weg war. Die Jungs haben sich den Sieg verdient und sind verdient ins Finale eingezogen", sagte Fleming.

Das Bamberger Feuer brennt also weiter, die Flamme von Quakenbrück ist dagegen erloschen.

Nach dem 24. Bundesliga-Heimsieg in dieser Saison und einer weißen Weste in der erneut ausverkauften Bamberger Arena darf das Team um den früheren NBA-Star Casey Jacobsen weiter vom vierten Titel der Vereinsgeschichte träumen (STENOGRAMME: Die Playoffs).

"Wir haben nach der Niederlage bei den Dragons eine sehr gute Reaktion gezeigt, das erwartet man von einem Meisterkandidat", sagte Fleming: "Unser Auftreten war selbstbewusst. Zu Hause fühlen wir uns wohl, egal, gegen wen wir spielen."

Kein Wunschgegner

Wer sich mit dem dreimaligen Pokalsieger um den Titel streiten wird, entscheidet sich am Donnerstag.

[kaltura id="0_ewhbd645" class="full_size" title="Spiel 5 Die Analyse"]

Im fünften Halbfinale können die Deutsche Bank Skyliners oder ALBA Berlin (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) das zweite Finalticket lösen.

"Beide Teams verdienen es, ins Finale zu kommen. Ich gebe keine Wünsche ab, gegen wen wir spielen wollen. Wir lassen das einfach auf uns zukommen", sagte Fleming, der mit Quakenbrück ausgerechnet den Klub aus den Playoffs warf, mit dem er 2002 in die Bundesliga aufgestiegen war und 2008 den Pokal gewonnen hatte.

Koch enttäuscht

Die Dragons konnten aufgrund großer Verletzungssorgen nicht an die starken Leistungen bei ihren beiden Heimsiegen anknüpfen und verloren das Spiel schon im ersten Viertel.

Trotzdem sind die Niedersachsen die einzige Mannschaft, die 2010/2011 zweimal gegen Bamberg gewinnen konnten.

"Nach so einer deutlichen Niederlage ist es schwer, ein positives Fazit zu ziehen", sagte der sichtlich enttäuschte Trainer Stefan Koch.

Nachdem die Drachen im Vorjahr noch die Playoffs verfehlt hatten, endete diese Saison mit dem Einzug in die Vorschlussrunde dennoch unter dem Strich erfolgreich. "Bamberg steht verdient im Finale, wir haben im kämpferischen Bereich nicht das geleistet, was nötig gewesen wäre", sagte Koch.

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