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In der Regulären Saison siegte Tibor Pleiß (M.) mit Bamberg zwei Mal gegen ALBA © imago

Meister Bamberg geht als großer Favorit ins Playoff-Finale SPORT1-Experte Baeck analysiert beide Mannschaften im Teamcheck.

Von Hardy Heuer

München - Das Traumfinale der Beko BBL ist komplett. Im Kampf um den Titel stehen sich Meister Brose Baskets Bamberg und ALBA Berlin gegenüber (So., ab 15.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Beide Teams setzten sich in den Halbfinals in fünf Spielen durch. Geht es nach der Regulären Saison, so ist Bamberg der große Favorit.

Beide Aufeinandertreffen entschied das Team von Trainer Chris Fleming für sich (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

Eine herbe Klatsche gab es dabei am 10. Spieltag für ALBA. In Bamberg ging der damalige Head Coach Luka Pavicevic mit seinem Team 52:103 (31:51) unter. "Eine solche Klatsche wird es nicht mehr geben", meint SPORT1-Experte Stephan Baeck (DATENCENTER: Playoffs).

In den Finals, in denen Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden, dürfte es daher enger werden. SPORT1 stellt die Mannschaften im Teamcheck gegenüber.

Die Offensive:

Die Stärke liegt bei beiden Mannschaften in der Offensive. Sowohl Bamberg als auch ALBA haben hervorragende Einzelspieler, die punkten können.

Bei Bamberg (BERICHT: Spiel 5) stachen zuletzt Brian Roberts und Anton Gavel heraus. ALBA (BERICHT: Spiel 5) kann sich in der Offensive auf Julius Jenkins und Taylor Rochestie verlassen.

SPORT1-Experte Stephan Baeck: Beide Mannschaften sind hochkarätig und tief besetzt. Es geht darum, zum eigenen Spiel zu finden und die eigenen Stärken aus dieser Ansammlung von Einzelspielern im Team einzubringen. Bamberg hat kleine Vorteile, weil sie das schon das komplette Jahr gemacht haben.SPORT1-Fazit: Unentschieden

Die Defensive:

Die Brose Baskets können neben ihrer Offensive auf eine starke Verteidigung bauen und haben in Tibor Pleiß einen herausragenden Center. ALBAs Stärken liegen mehr in der Offensive.

SPORT1-Experte Baeck: Hier ist Bamberg klar im Vorteil, weil sie gewohnt sind, mit der Defensive die Spiele zu gewinnen. Ihr ganzes Selbstbewusstsein und ihr ganzes Spiel basiert auf der sehr starken Verteidigung, wo sie Offense auf Defense generieren. Sie sind es gewohnt so zu spielen.SPORT1-Fazit: Vorteil Bamberg

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Die Guards:

Berlins Rochestie, Jenkins und Heiko Schaffartzik stehen Bambergs Gavel, John Goldsberry und Roberts gegenüber. Hier sind beide Teams exzellent besetzt und nehmen sich nicht viel. Die Tagesform könnte entscheiden.

SPORT1-Experte Baeck: Beide Mannschaften haben nicht nur Spieler, die klangvolle Namen haben, sondern die auch diese Leistung auf dem Spielfeld zeigen. Bamberg ist im Vorteil, weil jeder Spieler seine Rolle extrem gut ausfüllt. Bamberg hat es geschafft, allen Spielern Verantwortung zu geben.SPORT1-Fazit: Vorteil Bamberg

Die Center:

Nicht nur auf dem Papier gehört Bambergs Pleiß zu den besten Centern der Beko BBL, sondern er zeigt es auch auf dem Spielfeld. Bei ALBA überraschte bisher Yassin Idbihi, der in einer hervorragenden Form ist.

SPORT1-Experte Baeck: Berlins Idbihi hat eine Bomben-Serie gespielt, Raduljica ist ein Spieler, der gerade am Anfang extrem gut spielen kann, wenn er ohne Foul bleibt. Das Bamberger Spiel lebt von Pleiß, der gelernt hat, seine Länge einzusetzen. Selbst wenn er den Schuss nicht blocken kann, ist er trotzdem da, um den Schuss zu verändern. Außerdem hat er sich viel mehr in den Rebound eingebracht und ist härter geworden. Auf der anderen Seite ist so ein Arbeiter wie Idbihi, der hingeht, wo es weh tut, auch von Vorteil.SPORT1-Fazit: Vorteil Bamberg

Die Bank:

Bei Bamberg weiß jeder Spieler, was er zu tun hat - ob er von der Bank kommt, oder nicht. Jeder bringt sich ein und bringt seine Leistung. ALBA lebt doch eher von der Starting Five.

SPORT1-Experte Baeck: Egal ob sie 15 oder 20 Minuten spielen, die Spieler von Bamberg wissen, dass sie extrem wichtig für die Mannschaft sind - eine sehr komfortable Situation. Vor allem mit Pleiß im Zusammenspiel mit Hines, der kleiner, explosiv und beweglich ist, ist Bamberg sehr stark. Die Mannschaft bekommt dann ein komplett neues Gesicht.SPORT1-Fazit: Vorteil Bamberg

Die Schlüsselspieler:

Bamberg hat nicht den typischen Schlüsselspieler. Immer wieder bringen sich andere ein und stechen heraus. Natürlich ist Pleiß eine zentrale Figur bei Bamberg. Bei ALBA Berlin sind es Jenkins und Allen.

SPORT1-Experte Baeck: Es gibt viele Schlüsselspieler. Da beide so gut besetzt sind, kann immer mal wieder ein anderer ein Spiel entscheiden. Bei Bamberg ist es mehr oder weniger die Regel, dass jedes Spiel ein anderer ein Stück weit über sich hinauswächst. Auch bei Berlin kann nicht nur Jenkins die Punkte machen, sondern viele Spieler können überraschen.SPORT1-Fazit: Unentschieden

Die Trainer:

Bambergs Head Coach Chris Fleming kennt das Gefühl im Playoff-Finale zu stehen. 2010 sicherte er sich mit den Brose Baskets den Titel in fünf hart umkämpften Spielen gegen die Deutsche Bank Skyliners.

Zudem kann er drei Pokalsiege nachweisen (Ein Mal mit den Artland Dragons, zwei Mal mit Bamberg). Für Muli Katzurin ist es die erste Saison in Deutschland, die er gleich mit dem Einzug ins Playoff-Finale krönte. Der Israeli führte den achtmaligen Deutschen Meister erstmals nach 2008 wieder ins Endspiel.

SPORT1-Experte Baeck: Chris Fleming hat sich die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zusammengestellt und über zwei Jahre geformt. Jeder Spieler kennt und glaubt an das Konzept. Und jeder Spieler gibt in dem Konzept hundert Prozent für den Trainer.

Muli Katzurin ist während der Saison gekommen. Eine Mannschaft, die er nicht zusammengestellt hat, konnte er auf ein, zwei Positionen entscheidend verändern, aber das Team muss immer noch lernen mit ihm zu spielen und seine Vorgaben umzusetzen. Insofern ist es ein ungleiches Duell.SPORT1-Fazit: Vorteil Bamberg

Der Favorit:

Aufgrund des letzten Jahres und der souveränen Regulären Saison ist Bamberg als Meister der Favorit. ALBA muss erst bestätigen, ob sie in die Fußstapfen der Brose Baskets treten können. Die Saison war von Höhen und Tiefen geprägt.

SPORT1-Experte Baeck: Bamberg ist auch in dieser Serie Favorit, weil sie gelernt haben über die Verteidigung permanent Spiele zu gewinnen und weil sie wissen, was sie machen müssen, um zu siegen. Dies haben sie die ganze Saison gezeigt. Bei ALBA ging es in der Saison Auf und Ab. Es gab viele Schwierigkeiten. Ohne Frage ist Berlin eine große Mannschaft, die bestechende Spieler hat, die aber nicht die Leistungen über diesen Zeitraum, wie Bamberg es getan hat, gezeigt hat.

SPORT1-Finalcheck: 7:2 für Bamberg.

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