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Chris Fleming trat im Mai 2008 die Nachfolge von Dirk Bauermann in Bamberg an © getty

Am 13. Spieltag tragen bei Artlands Revanche für die Finals 2007 gegen die Brose Baskets Bamberg viele die falschen Kleider.

Von Michael Spandern

München - Während Spitzenreiter ALBA Berlin am 13. Spieltag (18 Uhr LIVESCORES) beim Heimspiel gegen den Tabellen-Zwölften Phantoms Braunschweig eine vermeintlich leichte Aufgabe hat, verspricht das Match der Eurocup-Verlierer in Quakenbrück Hochspannung.

Die Artland Dragons, die am Dienstag ebenso in Belgrad enttäuschten wie die Brose Baskets Bamberg, fordern zudem Revanche für die mit 1:3 verlorene Finalserie von 2007.

Allerdings der Revanchegedanke dürfte heillose Verwirrung stiften, da seither einige Akteure die Seiten gewechselt haben - und vor allem der Vater der Quakenbrücker Erfolgssaga Chris Fleming.

Freundlicher Empfang von Frau und Hund

Fleming, der 15 Jahre als Spieler und Coach Artlands Aufstieg vom Drittligisten zum Pokalsieger und europäischer Favoritenschreck mitbestimmt hat, beschleicht bei seiner Rückkehr "ein komisches Gefühl", räumt er in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein.

Wie er in der Kleinstadt, in der er und seine Gattin nach wie vor ein Haus haben, aufgenommen wird, beschäftigt den Amerikaner allerdings weniger: "Meine Frau und mein Hund werden mich sicher sehr freundlich empfangen", weiß er.

Weniger sicher ist sich Fleming, dass seine Brose Baskets wie zuletzt beim Sieg über ALBA einen schlappen Eurocup-Auftritt fulminant vergessen machen.

Drei Ex-Franken im Artland

"Wer in Quakenbrück nicht alles gibt, der läuft nach Hause!" hatte der Trainer seinen Mannen noch in Berlin mit einem Ultra-Marathon gedroht.

Dabei muss er womöglich wie am Dienstag auf Spielmacher Filiberto Rivera verzichten. Der Puerto Ricaner, dessen Verletzungsaus im ersten Finalspiel 2007 maßgeblich den Bamberger Titelgewinn begünstigte, laboriert an einer Bronchitis.

Außer Rivera stehen mit Michael Jordan und dem wegen eines Knieschadens noch nicht eingesetzten John Goldsberry zwei weitere Ex-Quakenbrücker bei den Franken unter Vertrag. Die Dragons haben mit Darren Fenn, Dirk Mädrich und Jan Rohdewald drei ehemalige Franken in ihren Reihen.

Eisbären wollen Trendwende

Während die Bamberger und Quakenbrücker um den Anschluss an die Spitze kämpfen, haben die Eisbären Bremerhaven gravierendere Sorgen.

Die Nordseestädter sind nach zehn Niederlagen in Folge abgeschlagenes Schlusslicht und wollen gegen EnBW Ludwigsburg die Trendwende einleiten, wie sie bekunden.

Dabei hoffen sie, dass nach Craig Callahan eine zweite Nachverpflichtung einschlägt: Combo-Guard Eric Osmundson, der in Bremerhaven ein 14-tägiges Probetraining absolviert, soll eventuell schon gegen Ludwigsburg sein Debüt feiern.

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