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Schlapp und enttäuscht: Die "Albatrosse" Allen, Staiger, Raduljica und Marinovic (v.r.) © imago

Nach der klaren Pleite im Final-Spiel 3 geht in Berlin die Angst um. Patrick Femerling schaut neidisch aufs "Eierkuchen"-Bamberg.

Bamberg - Wenn in Bamberg die Schlusssirene ertönt, jubelt in dieser Saison nur eine Mannschaft. Und das sind die heimischen Brose Baskets.

Das hat sich auch in der Finalserie der BBL gegen den früheren Serienmeister ALBA Berlin nicht geändert. Die Franken können nach dem 90:74 (53:35) im dritten Finalspiel (Bericht) vom zweiten Double-Gewinn in Folge träumen. (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!)

Mit fast schon beängstigender Souveränität und ohne jeden Zweifel, erneut die Meisterschaft einzufahren, ging die Mannschaft von Trainer Chris Fleming am Samstagabend in der Best-of-Five-Serie gegen die Hauptstädter mit 2:1 in Führung.

"Mit viel Selbstvertrauen nach Berlin"

"Ich hoffe, es war das letzte Heimspiel in dieser Saison. Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Berlin und holen uns hoffentlich den dritten Sieg", sagte Bambergs Kapitän Casey Jacobsen. (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals)

Den ersten Matchball kann sein Team bereits am Dienstag (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in der Arena am Ostbahnhof nutzen, um dann erneut die Meistertrophäe in Empfang zu nehmen.

Die Dominanz der Bamberger in eigener Halle ist nach dem 26. Heimsieg der laufenden Spielzeit in Liga und Pokal mittlerweile unheimlich.

Katzurin sichtlich angefressen

Von der starken Leistung der Berliner beim 80:71 im zweiten Finalvergleich (Bericht) war wenig zu sehen, stattdessen lagen die Brose Baskets 37 Minuten in Führung und kontrollierten die Begegnung.

[kaltura id="0_9qh79sv9" class="full_size" title="Schaffartzik vermisst ALBA Energie"]

"Das war ein großer Sieg. Das ganze Jahr sind wir nach Niederlagen so zurückgekommen. Das ist das, was uns auszeichnet. Wir haben immer die Antwort mit einem Sieg gegeben", sagte Jacobsen.

Restlos bedient war dafür Alba-Cheftrainer Muli Katzurin. Mit finsterer Miene saß er während der Pressekonferenz nach dem Spiel auf dem Podium und quälte sich zunächst nur einen Satz heraus.

"Gratulation an den Trainer und sein Team", sagte Katzurin sichtlich angefressen in Richtung seines Gegenübers.

Die Angst geht um

Die einzige Nachfrage eines Journalisten, wer der beste Berliner gewesen sei, bügelte der Israeli dann auch harsch ab: "Ich spreche nie über einzelne Spieler. Auch heute nicht."

Während Bamberg dem vierten Duell in der Hauptstadt euphorisch entgegenfiebert, geht bei den "Albatrossen" die Angst um, am Saisonende wieder ohne Meistertitel dazustehen.

Nach den goldenen Jahren, in denen Berlin zwischen 1997 und 2003 gleich siebenmal Meister wurde, gelang der Titelgewinn zuletzt 2008.

Neidischer Blick gen Bamberg

"`In Berlin steht man mit dem Rücken zur Wand, in Bamberg ist alles Friede, Freude, Eierkuchen", sagte Kapitän Patrick Femerling.

Trotzdem will der achtmalige Deutsche Meister mit einem Heimsieg ein fünftes und entscheidendes Spiel erzwingen, um den Bambergern die vierte Meisterschaft der Vereinsgeschichte doch noch zu vermiesen.

"`Es werden 14.500 Leute da sein. Da werden wir sehen, dass wir das gewinnen - und dann geht's weiter", sagte Geschäftsführer Marco Baldi. Spiel fünf würde bei einem Berliner Sieg am Samstag erneut in Bamberg ausgetragen werden.

Fleming: "Noch eine Schippe drauflegen"

Was dafür besser werden muss, brachte Femerling auf den Punkt. "In der Defensive hat die Abstimmung nicht gepasst. Wir haben 53 Punkte in der ersten Halbzeit kassiert, das ist einfach deutlich zu viel."

"`Man darf sich eben keine Schwächeperioden leisten", sagte der Rekordnationalspieler. "Jetzt müssen wir Basketball spielen, dürfen hinten keinen reinlassen - die Ausgangssituation für Dienstag ist ziemlich ähnlich."

Die Brose Baskets, bei denen der zuletzt angeschlagene Spielmacher John Goldsberry wieder eingreifen konnte, wollen nochmal zulegen. "Wir müssen besser mit dem Sieg umgehen als nach Spiel eins und noch eine Schippe drauflegen", sagte Trainer Chris Fleming.

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