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Tibor Pleiss (l.) war 2010 Rookie of the year in der Beko-BBL © imago

Ein Sieg in der vierten Final-Partie kann den Baskets die Meisterschaft und einen Rekord bringen. ALBA setzt auf die Heimstärke.

Von Julia Kling

München - Der historische Erfolg für Bamberg ist zum Greifen nah. Mit 2:1 führt das Team von Trainer Chris Fleming in der Best-of-Five-Serie gegen ALBA Berlin.

Mit einem Sieg in der Berliner o2-World (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1und LIVESCORES) können sich die Brose Baskets den Meistertitel sichern und damit als erster BEKO-BBL-Klub das Double aus Pokal und Meisterschaft verteidigen. (DATENCENTER: Die Playoff-Ergebnisse)

"Jetzt wollen wir die Serie beenden. Wir werden alles dafür tun, wissen aber, dass es in Berlin nicht einfach wird. Wir werden kämpfen und hoffen, dass es klappt", nimmt sich Anton Gavel für Spiel vier vor.

Lehren aus Spiel zwei

Auch Coach Fleming ist sich aber sicher, dass die Partie in der Hauptstadt alles andere als ein Spaziergang wird.

Er fordert nach dem 90:74 (53:35)-Heimerfolg in der dritten Begegnung der Playoff-Finals (NACHBERICHT: ALBA taumelt aus der Franken-Hölle) eine Steigerung seines Teams: "Wir müssen besser mit dem Sieg umgehen als nach Spiel eins und noch eine Schippe drauflegen." (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals)

Der Bamberger Coach zieht damit seine Lehren aus der ersten Begegnung in Berlin, als sich die Franken mit dem Auftakterfolg im Rücken von den "Albatrossen" mit 80:71 abkochen ließen.

Bamberger Auswärtsschwäche als ALBA-Hoffnung

Ohnehin offenbaren die Brose Baskets in den Playoffs eine deutliche Auswärtsschwäche: Die Mannschaft aus Bamberg war in fremder Halle bisher nur im zweiten Viertelfinalspiel der Playoffs gegen die Eisbären Bremerhaven erfolgreich.

[kaltura id="0_9qh79sv9" class="full_size" title="Schaffartzik Hatten nicht die Energie"]

Darin liegt die Hoffnung der Berliner.

Nowitzki als Vorbild

Zusätzliche Motivation zieht ALBA außerdem aus Dirk Nowitzkis NBA-Triumph, wie Bryce Taylor zugibt: "Als Basketballfan ist es toll zu sehen, dass ein Spieler endlich bekommt, was er verdient. Man kann von ihm lernen, wie man immer ruhig und selbstbewusst bleibt. Egal was passiert", erklärt der Shooting Guard in der "B.Z".

Ruhig bleiben und auf die Defenisvarbeit konzentrieren, das bezeichnet auch Heiko Schaffartzik als Erfolgsrezept: "Wir werden nicht darum herumkommen, dass jedes Spiel und auch diese Serie über die Verteidigung entschieden wird", lautet die entscheidende Erkenntnis des Point Guards.

Auch Kapitän Patrick Femerling fordert eine Steigerung in der Verteidigung nach der letzten Niederlage: "In der Defensive hat die Abstimmung nicht gepasst. Wir haben 53 Punkte in der ersten Halbzeit kassiert, das ist einfach deutlich zu viel."

Goldsberry wieder fit

Doch Bambergs Offensivspiel wird in Spiel 4 wohl noch gefährlicher sein. Denn Ankurbler und Aufbauspieler John Goldsberry, der in Spiel zwei verletzungsbedingt ausfiel und auch in der dritten Begegnung nur minutenweise zum Einsatz kam, scheint nach seinem Bänderriss wieder bei Kräften. (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!)

"John hat das Spiel gut überstanden. Wir werden heute nach dem Training sehen, ob mit mehr Einsatzzeit zu rechnen ist", äußerte sich Fleming optimistisch.

"Wissen, worum es geht"

Ansonsten erwartet der Trainerstab keine besonderen Neuerungen für die Partie gegen ALBA.

Der Coach baut auf sein Team und traut den Spielern zu, die Meisterschaft schon vorzeitig perfekt zu machen: "Wir wissen, worum es geht. Wir haben eine unglaubliche Gelegenheit, unser primäres Ziel in der Saison zu schaffen. Aber das geht nur, wenn wir konzentriert bleiben und Akzente durch Intensität setzen. Ich glaube, dass wir bereit sind."

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