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Shooting Guard Bryce Taylor (r.) spielt seit 2010 bei ALBA Berlin © getty

ALBA beweist gegen Bamberg Nervenstärke und sichert sich ein letztes Spiel um den Titel. Der Meister agiert unkonzentriert.

Berlin - Den ersten Matchball abgewehrt und den Meistertitel fest im Visier.

ALBA Berlin hat in der Finalserie um die Meisterschaft in der Beko BBL erneut den Ausgleich geschafft und darf weiter vom neunten Titel der Vereinsgeschichte träumen.

Die Mannschaft von Trainer Muli Katzurin siegte im vierten Endspiel am Dienstagabend in eigener Halle nach starker Leistung mit 87:67 (44:37) gegen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg (DATENCENTER: Die Playoff-Ergebnisse).

In der Best-of-Five-Serie steht es nach vier Heimsiegen 2:2, am Samstag (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1und LIVESCORES) kommt es in Bamberg zum entscheidenden fünften Duell.

Fleming: "Haben schlecht agiert"

"Wir haben sehr schlecht agiert und den Rhythmus im zweiten Viertel verloren", sagte Bambergs Trainer Chris Fleming bei SPORT1: "In der zweiten Halbzeit sind wir immer hinterhergelaufen. Wir waren defensiv nicht auf dem Damm."

Erfolgreichste Korbwerfer der Hauptstädter vor 14.118 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof waren Derrick Allen (18), Taylor Rochestie und Yassin Idbihi (beide 13).

"Irgendwann muss eine Serie enden"

Entsprechend euphorisch zeigte sich Idbihi vor Spiel 5, trotz der beeindruckenden Heimserie Bambergs, das in der aktuellen Saison in der heimischen "Frankenhölle" noch nicht verloren hat: "Irgendwann muss eine Serie enden. Es wird langsam Zeit."

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Die Bamberger Niederlage konnten Kyle Hines (16) und Brian Roberts (14) nicht verhindern (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals).

Die Berliner erwischten nach schneller 4:0-Führung zwar den besseren Start in ihr letztes Heimspiel der Saison, allerdings ging es in diesem Tempo nicht weiter. Bamberg ging durch einen Dreipunktwurf von Brian Roberts nach drei Minuten erstmals in Führung.

Erst Nervosität - dann Spielfluss

Die Nervosität war beiden Teams in der temporeichen Anfangsphase anzumerken, sodass auch vermeintlich einfache Würfe zunächst nicht den Weg in den Korb fanden.

Mit zunehmender Dauer entstand jedoch ein Spielfluss, der sich zunächst nach den Wünschen der Gäste entwickelte. Erneut Roberts brachte die Franken per Distanzwurf mit 21:12 in Führung (9.). Bis zur ersten Viertelpause konnten die "Albatrosse" den Rückstand auf fünf Punkte verkürzen (16:21).

Nach einem 12:0-Lauf, der erst Mitte des zweiten Viertels sein Ende nahm, drehten die Hausherren das Spiel zum 24:21 (14.). Bamberg blieb in dieser Phase knapp fünf Minuten ohne Treffer und ALBA konnte den Druck weiter erhöhen.

Auch nach der Pause intensiv

Nach der Schwächephase erholte sich der Double-Gewinner des Vorjahres, der von über 700 Auswärtsfans unterstützt wurde, nur kurz und geriet dann erneut ins Taumeln. Mit der Halbzeitsirene versenkte Berlins Bryce Taylor den Ball zum 44:37.

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Nach dem Seitenwechsel blieb der Final-Fight weiter intensiv und das Tempo enorm hoch. Die Berliner kam mit diesen Bedingungen weiterhin bestens klar und bauten den Vorsprung getragen von ihren frenetischen Fans vor dem Schlussabschnitt auf 59:49 aus.

Showdown in der "Frankenhölle"

Auch in den letzten zehn Minuten behielten die vom starken Aufbauspieler Taylor Rochestie angeführten Berliner, die 2008 zuletzt die Meisterschaft gewannen, die Nerven und brachten die Begegnung sicher über die Zeit. Der Vorsprung stieg nach einem Treffer von Topscorer Allen erstmals auf 20 Punkte an.

Wer den neu geschaffenen Meisterpokal überreicht bekommt, entscheidet sich nun in der "Frankenhölle" in Bamberg, wo 6.800 Fans ihre Baskets zum Titel schreien wollen (NACHBERICHT: ALBA taumelt aus der Franken-Hölle).

Zum ersten Mal wird für den Titelträger in diesem Jahr kein "Meisterschild" mehr als Trophäe überreicht, sondern ein Meisterpokal aus versilbertem Messing, der 59 Zentimeter hoch und 6,4 Kilogramm schwer ist.

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