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Kyle Hines (l.) spielt seit August 2010 für die Brose Baskets Bamberg © imago

Das fünfte Finalspiel ist der große Saisonhöhepunkt der Beko BBL. Es winkt die Meisterschaft - und vielleicht ein Superstar.

Von Christoph Gschoßmann

Der Showdown steht kurz bevor.

Beim Finale der Beko BBL (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1und LIVESCORES) könnte der Sieger nicht nur mit der Meisterschaft und einem nagelneuen Pokal belohnt werden.

Denn neben dem Triumph in der Beko BBL steht möglicherweise auch eine noch prestigeträchtigere Belohnung auf dem Spiel (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals).

Superstar und NBA-MVP Dirk Nowitzki steht vor einem zeitweisen Wechsel in die Heimat und sowohl Berlin als auch Bamberg haben Interesse bekundet, den vielleicht besten Basketballer der Welt in ihren Reihen glänzen zu sehen.

Und die Meisterschaft könnte bei der Entscheidung Nowitzkis das Zünglein an der Waage sein (DATENCENTER: Die Playoff-Ergebnisse).

Ein Pünktchen Unterschied

Qualitativ zeigen sich die beiden Teams bisher exakt auf Augenhöhe: Nur ein winziges Pünktchen trennt die Finalisten im Gesamtstand der spektakulären Finalspiele (318:317 für Bamberg).

Der psychologische Vorteil liegt nach dem Saisonverlauf eindeutig bei ALBA. Die Bamberger dominierten die Saison fast nach Belieben, sicherten sich mit großem Vorsprung Platz 1 und fügten Berlin unter anderem eine neue Rekordniederlage mit 51 Punkten Unterschied zu.

Auch in den Finals gingen die Bamberger zwei Mal in Führung, gaben diese aber immer wieder leichtfertig aus der Hand. Und die Hauptstädter zeigten beim beeindruckenden 87:67-Sieg in Spiel vier (Bericht), dass sie zurecht im Finale stehen.

"Mit dem Rücken zur Wand"

"Jetzt steht Bamberg mit dem Rücken zur Wand. Natürlich werden die Nerven blank liegen, aber ich hoffe, bei Bamberg mehr als bei uns", analysierte ALBAs Patrick Femerling die Drucksituation des Titelverteidigers.

Die Brose Baskets lassen sich indes nicht aus der Ruhe bringen. "Wir kennen diese Situation bereits. Nach einem schlechten Spiel kam daheim vor unseren Fans immer ein sehr gutes. Das wird auch diesmal so sein", so Predrag Suput zur "Bild" (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

[kaltura id="0_zpwnha2s" class="full_size" title=" Albatrosse wehren Matchball ab"]

Heimvorteil als großes Plus

In der Tat gilt der Heimvorteil als das große Plus der Bamberger. 26 Spiele in Folge wurde "Freak City" nicht erobert - seit Juni 2010 besteht die beeindruckende Serie der "Frankenhölle".

"Albatros" Yassin Idbihi gibt im Interview mit SPORT1 aber zu bedenken, dass am Samstag nur das zählt, was auf dem Platz passiert: "Weder unser Sieg im vierten Spiel, noch Bambergs Heimserie werden irgendwen interessieren" (EXKLUSIV: Yassin Idbihi im Interview).

Auch Idbihi fiebert einem Zusammenspiel mit Nowitzki entgegen: "Das wäre das ein Traum. Ich müsste mich dann wohl jeden Tag kneifen, um zu realisieren, dass er mit mir in einer Mannschaft spielt", so der 2,08 Meter große Center.

Baldi: "Das Spiel der Spiele"

Doch wie wird sich Nowitzki entscheiden?

Auch in punkto Zuschauern sind die momentan besten beiden Teams auf Augenhöhe: Während "Freak City" die Gegner das Fürchten lehrt und auch das Finale laut Bambergs Manager "nach Sekunden" ausverkauft war, knackte die Hauptstadt kürzlich erneut einen Zuschauerrekord und beheimatet damit das bestbesuchte Basketballstadion Europas.

Berlin strebt das die neunte Meisterschaft an, Bamberg könnte sein Double verteidigen und sich endgültig zur besten deutschen Mannschaft der jüngeren Vergangenheit machen.

"Mir tut es persönlich für alle Fans, die das Spiel nicht in der Halle verfolgen können, wirklich sehr leid", sagte Heyder; für ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi ist es das "Spiel der Spiele". "Es geht um alles" fasst Berlins Coach Muli Katzurin zusammen.

Es geht um alles. Um die Vormachtstellung im deutschen Basketball, um die Meisterschaft - und vielleicht auch um "Dirkules".

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