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Heiko Schaffartzik (l.) kehrte 2011 aus der Türkei zu ALBA Berlin zurück © imago

Am Samstag steigt das große Entscheidungsmatch der Beko BBL. Bamberg setzt auf den Heimvorteil, ALBA auf Überraschungen.

Bamberg - Innerhalb weniger Sekunden waren die heiß begehrten Tickets vergriffen.

Kaum hatte am Donnerstag der Vorverkauf für das entscheidende fünfte Finale in der Basketball Bundesliga begonnen, war er auch schon wieder vorbei.

Ganz "Freak City" ist heiß auf den Showdown gegen ALBA Berlin und will mit den heimischen Brose Baskets Bamberg am Samstag (ab 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) den nächsten Titel feiern .

"Wir hatten direkt nach Öffnung des Vorverkaufs alleine in den ersten Sekunden 1000 Kartenanfragen im System und hätten insgesamt gut und gerne 20.000 Karten verkaufen können", sagte Bambergs Manager Wolfgang Heyder (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals).

"Franken-Hölle" wird beben

Aber nur 6800 Fans, darunter 680 aus der Hauptstadt, können in der Arena in Oberfranken dabei sein, wenn die "Franken-Hölle" wieder bebt und nach dem Spiel zum ersten Mal der neue Meisterpokal übergeben wird.

Da die Kapazität der Arena für das gigantische Interesse längst nicht ausreicht, wird es in der Bamberger Innenstadt ein groß angelegtes Public Viewing geben, zu dem 10.000 weitere Fans erwartet werden. (DATENCENTER: Die Playoff-Ergebnisse)

"Wir sind froh, es in dieses Spiel, diese letzten 40 Minuten, geschafft zu haben und nun mit einem Sieg die Meisterschaft gewinnen zu können" sagte Berlins Trainer Muli Katzurin.

Katzurin will überraschen

Mit einem 87:67 (Bericht) im vierten Vergleich in Berlin zwang der frühere Serienmeister den Titelverteidiger am Dienstag in das fünfte Spiel. "Ich habe die letzten Tage wenig geschlafen. Aber es ist auch nicht die Zeit für Schlaf, sondern die Zeit für Arbeit", sagte Katzurin, der den achtmaligen Meister perfekt auf die Begegnung einstellen will: "Die Teams kennen sich nach so vielen Vergleichen auswendig. Man muss sich etwas einfallen lassen, um den Gegner zu überraschen."

Zuletzt schickte der 56 Jahre alte Israeli mit Heiko Schaffartzik und Taylor Rochestie seine beiden Aufbauspieler erstmals zeitgleich aufs Parkett und stiftete damit reichlich Verwirrung und Unruhe (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

Heimserie seit Juni 2010

Auf diese Taktikspielchen hat sich Bambergs Erfolgstrainer Chris Fleming mittlerweile eingestellt und will im heißen Finale einen kühlen Kopf bewahren.

"Wir werden gut vorbereitet sein", sagte der Amerikaner, der mit den Brose Baskets in den letzten beiden Jahren schon drei Titel einfuhr und nun die Chance hat, das Double aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Das war zuletzt den Berlinern im Jahr 2003 gelungen.

[kaltura id="0_zpwnha2s" class="full_size" title=" Albatrosse wehren Matchball ab"]

Mit der beeindruckenden Serie von 26 Heimsiegen in Liga und Pokal können die Gastgeber mit breiter Brust in das letzte Saisonspiel gehen, schließlich gelang es zuletzt Frankfurt im Juni 2010, dem dreimaligen Meister eine Niederlage in eigener Halle zuzufügen.

Femerling: "Statistik ausblenden"

"Man muss diese Statistik ausblenden", sagte Berlins Kapitän Patrick Femerling: "Wir haben gezeigt, wie stark wir spielen können und werden das auch in Bamberg wieder tun."

Den Schlüssel zur Meisterschaft sehen die Trainer in der richtigen Dosierung von Aggressivität und überlegten Aktionen.

"Bamberg spielt vor eigenem Publikum sehr hart, darauf sind wird vorbereitet", sagte Katzurin. Fleming stellte fest: "Wer mehr Energie investiert, wird gewinnen. Das war schon in der ganzen Serie so."

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