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Trainer Chris Fleming (2. v. r.) kam 2008 aus Quakenbrück nach Bamberg © getty

Die Brose Baskets verteidigen nach dem Sieg im entscheidenden Spiel gegen ALBA ihren Titel. Die "Franken-Hölle" bleibt eine Bastion.

Bamberg - "Freak City" feiert den deutschen Basketball-Meister (419939DIASHOW: Die Meisterfeier):

Die Brose Baskets Bamberg haben sich in einem dramatischen Saisonfinale zum vierten Mal den Titel gesichert und damit das Double aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt. (STENOGRAMME: Die Playoff-Finals)

Die Mannschaft von Trainer Chris Fleming siegte im fünften und entscheidenden Finalspiel in den Playoffs der Beko BBL mit 72:65 (29:30) gegen den früheren Serienmeister ALBA Berlin.

"Es war diesmal so viel schwerer, Meister zu werden", sagte Fleming bei SPORT1. "Wir waren heute etwas müde und liefen anfangs hinterher. Aber die Mannschaft hat wieder einmal einen Weg gefunden, zurückzukommen."

Ausverkaufte Arena

Vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Arena sicherten Brian Roberts (15 Punkte) und Predrag Suput (15) den Gastgebern, die sich damit das Recht zur Teilnahme an der Euroleague erspielten, den Sieg.

Die Berliner Niederlage hingegen konnten auch Julius Jenkins (22 Punkte) und Bryce Taylor (13) nicht verhindern. Die Hauptstädter verpassten damit die neunte Meisterschaft der Vereinsgeschichte und bleiben nach dem Pokalsieg 2009 weiter ohne Titel.

Berlin zunächst besser

Berlin startete bei ohrenbetäubendem Lärm und grandioser Stimmung besser in das letzte Spiel der Saison. Doch nach einem schnellen 4:0 fanden auch die Gastgeber ihren Rhythmus (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!) .

Angeführt vom früheren NBA-Profi Casey Jacobsen verwandelten die Bamberger vor allem ihre Distanzwürfe sicher und konnten nach sieben Minuten mit 15:11 in Führung gehen. Nach dem ersten Viertel führte der Titelverteidiger mit 16:13.

"Wir haben stark zusammengehalten und uns wieder gepusht", meinte Bambergs Tibor Pleiß bei SPORT1. "Unser Zusammenhalt ist so geil."

[kaltura id="0_ixscbl5z" class="full_size" title="Bamberg holt das Double"]

Gäste wehren sich nach Kräften

Einer starken Verteidigung und starken Offensivaktionen hatten es die Oberfranken zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zu verdanken, dass der Vorsprung zunächst gehalten werden konnte und durch den Amerikaner Kyle Hines auf sechs Punkte anwuchs (23:17).

Bei den Gästen wehrte sich in erster Linie Julius Jenkins nach Kräften. Mit 16 Punkten in der ersten Halbzeit hielt der Shooting Guard seine Mannschaft erfolgreich im Spiel.

Jenkins ist nicht zu verteidigen

Der quirlige Jenkins war nicht zu verteidigen und stellte mit einem Treffer zum 28:29 eine Minute vor der Halbzeit den Anschluss her, bevor Nationalspieler Yassin Idbihi Berlin pünktlich zur Pause wieder in Führung brachte (30:29).

Schon vor dem Seitenwechsel bekamen die "Albatrosse" Foulprobleme, da Spielmacher Taylor Rochestie nach drei Fouls mit Bedacht spielen musste, um nicht schon vorzeitig auf der Bank Platz nehmen zu müssen. Auch die Flügelspieler Allen und Center Raduljica hatten ähnliche Schwierigkeiten.

Titelverteidiger gibt nie auf

Im dritten Viertel blieben die Berliner hellwach und versuchten, ihr Spiel durchzuziehen. Aber der Champion der Vorsaison gab nie auf, kämpfte verbissen um jeden Zentimeter auf dem Parkett. So gelang nach 28 Minuten durch Brian Roberts folgerichtig der Ausgleich zum 48:48.

Trotzdem gingen die Brose Baskets mit vier Zählern Rückstand in den Schlussabschnitt (48:52).

In den verbleibenden zehn Minuten bestimmten Kampf und Leidenschaft die Begegnung. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, stattdessen wechselte die Führung mehrfach.

Erst Brian Roberts sorgte mit seinem Dreipunktewurf 39 Sekunden vor dem Ende in einem Herzschlagfinale für die Vorentscheidung und sicherte den Franken den nagelneuen Meisterpokal.

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