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Uli Hoeneß ist seit Nobvember 2009 Präsident des FC Bayern © getty

Die Bayern wollen "so schnell wie möglich Meister werden" und basteln am Kader. Nach Protesten kommt man den Fans entgegen.

München - Für Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist Dirk Nowitzki derzeit kein Thema, eine Verpflichtung des NBA-Champions reine Utopie.

"Das ist überhaupt nicht planbar. Ich will darüber auch nicht spekulieren. Das macht keinen Sinn", sagte Hoeneß.

Aber er ergänzte: "Wenn es aber überhaupt irgendeine Möglichkeit geben sollte, würden wir das schon hinkriegen."

Dazu müsste es in der NBA aber erst einmal zu einem "Lockout" kommen, zudem, führte Hoeneß weiter aus, "müsste sich Dirk dann entscheiden, die Übergangszeit auch in Deutschland überbrücken zu wollen".

Aber dies seien alles "ungelegte Eier".

Wollen uns "nicht hinten anstellen"

Viel konkreter sind dagegen die Ziele des Erstliga-Aufsteigers nun auch im Basketball:

Der FC Bayern will in Deutschland künftig nicht nur im Fußball die Nummer eins sein. Hoeneß hat den seit Jahren etablierten Basketball-Größen ALBA Berlin und Brose Baskets Bamberg den Kampf angesagt.

"Wir haben nicht vor, uns hinten anzustellen. Wir wollen vorne mitspielen und angreifen", sagte Hoeneß.

Hoeneß verspricht "Raketen"

Es sei allerdings in Bezug auf den Titel "nicht seriös, über ein bestimmtes Zeitfenster zu sprechen. Natürlich wollen wir so schnell wie möglich Meister werden, aber das ist keine Forderung", meinte Hoeneß vor der Anfang Oktober beginnenden Saison.

Hoeneß sieht das Münchner Basketball-Projekt, das zunächst auf fünf Jahre angelegt ist, auf "einem guten Weg".

Als weiteren Zugang neben Philipp Schwethelm (Bremerhaven) kann Trainer Dirk Bauermann mit dem US-Amerikaner Ben Hansbrough von der Universität Notre Dame planen. Zudem stehe der FC Bayern kurz vor der Verpflichtung von Nationalspieler Robin Benzing aus Ulm.

Bei der offiziellen Teampräsentation am 21. Juli versprach Hoeneß darüber hinaus als "Zuckerl" noch "zwei Raketen". Nowitzki sei damit aber nicht gemeint.

Bei Playoffs Gewinn

Für die kommende Saison kalkuliert der FC Bayern mit einem Etat von sechs bis sieben Millionen Euro.

Laut Hoeneß, der sich in den vergangenen sechs Wochen auf Sponsorensuche befand, ist die Spielzeit "schon jetzt finanziert. Wenn wir die Playoffs erreichen, macht die Basketball-Abteilung einen Gewinn."

Mit vier Millionen Euro ist zudem der Umbau der Rudi-Sedlmayer-Halle, künftig Heimspielstätte der "Bayern-Riesen", veranschlagt. (DATENCENTER: Der Spielplan 2011/12)

Eintrittskarten nun billiger

Nachdem es zuletzt Kritik an den zu hohen Eintrittspreisen gegeben hatte, reduzierte der FC Bayern die Preise für Schüler, Studenten und Jugendliche bis 17 Jahre um 30 Prozent.

Geplant ist mit 2000 bis 3000 Dauerkarten. Hoeneß ist aber überzeugt, "dass wir mehr verkaufen und wie beim Fußball den Dauerkartenverkauf stoppen müssen".

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