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Wood (M.) wurde in der vergangen Saison zum besten Offensivakteur der Liga gekürt © getty

Nach dem Coach wechselt auch der MVP nach Berlin. Wood vergleicht ALBA mit der NBA. Die Frankfurter fürchten den nächsten Verlust.

Von Tobias Wiltschek

München/Berlin - Erst der Trainer, nun der wertvollste Spieler der vergangenen Saison:

Nur einen Tag nach der Verpflichtung von Gordon Herbert lotst ALBA Berlin auch Starspieler DaShaun Wood von den Frankfurt Skyliners an die Spree.

Der Aufbauspieler hatte sein Verbleib beim Deutschen Meister von 2004 daran geknüpft, dass Herbert Headcoach in Frankfurt bleibt. Da dies nicht der Fall ist, zog Wood seine zum 30. Juni befristete, einseitige Option und verlässt nun ebenfalls die Skyliners (DATENCENTER: Der Spielplan 2011/12).

Vergleich mit der NBA

"ALBA ist ein Klub mit einer großen Basketball-Geschichte, einer hervorragenden Organisation und tollen Fans", meinte der MVP der Vorsaison. "Für ALBA zu spielen, ist für mich, wie für ein NBA-Team zu spielen."

Dieser Vergleich dürfte die Verantwortlichen des achtmaligen Deutschen Meisters schmeicheln. Zumal es die Berliner im Kampf um Woods Dienste mit zahlreichen Konkurrenten zu tun hatten. "Ihm wurden viele Angebote von anderen Klubs gemacht", meinte ALBA-Teammanager Mithat Demirel.

Zweijahresvertrag in Berlin

Spätestens seit der Verpflichtung des Kanadiers Herbert dürfte die Entscheidung von Wood pro Berlin festgestanden haben. Wie der Coach unterschrieb auch der Aufbauspieler einen Zweijahresvertrag bei den "Albatrossen".

Wood führte die Skyliners in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale der Playoffs, wo sie mit 2:3-Siegen ausgerechnet an ALBA scheiterten. Wood war mit 18,9 Punkten pro Partie der Topscorer der Beko BBL.

Skyliners vor Umbruch

Während die Berliner mit dem doppelten Coup schon früh die Personalplanungen für die kommende Saison eingeleitet haben, stehen die Frankfurter vor einem größeren Umbruch.

[kaltura id="0_ixscbl5z" class="full_size" title="Bamberg holt das Double"]

"Die Entscheidung von DaShaun bedeutet für uns einen herben Verlust", bedauerte Sportdirektor Kamil Novak, der nun erst einmal die Nachfolge von Herbert klären will, ehe er weitere ausländische Spieler verpflichtet.

Auch Robertson an die Spree?

Indes befürchtet er, dass sich der frühere Serienmeister noch einmal bei seinen Skyliners bedienen könnte.

"Es wäre keine Überraschung, wenn es nun auch Quantez Robertson nach Berlin ziehen würde", prophezeit Novak. Der amerikanische Guard spielt seit 2009 in der hessischen Metropole und gilt als exzellenter Verteidiger.

Powell geht zurück in die USA

Auch Power Forward Roger Powell verlässt die Frankfurter. Der ehemalige NBA-Spieler der Utah Jazz beendet seine aktive Karriere bereits im Alter von 28 Jahren und wird künftig als Assistant Coach an der Valparaiso University in den USA tätig sein.

Dass er nicht nach Berlin geht, wird den Frankfurtern lediglich ein schwacher Trost sein.

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