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Marius Nolte, Jimmy McKinney, Kimo Muurinen und Quantez Roberts (v. li.) © imago

Frankfurts Sportdirektor Novak spricht bei SPORT1 über den Trainer-Wechsel, den Abgang Da Shaun Woods und die Kaderplanung.

Von Annette Bachert

München/ Frankfurt ? Es mag kurios erscheinen.

Gordon Herbert wechselt von den Fraport Skyliners nach Berlin, Muli Katzurin von ALBA Berlin nach Frankfurt.

Aber wenn man Frankfurts Sportdirektor Kamil Novak glaubt, hat der Trainer-Transfer von Katzurin und Herbert (Bericht) "nichts mit Tausch zu tun".

"Wir haben uns auf dem Trainermarkt umgeschaut und Muli Katzurin hatte keinen Vertrag. Das hat nichts damit zu tun, dass er vorher bei ALBA gecoacht hat", erklärt Novak bei SPORT1.

Wohl eher damit, dass Herbert das Angebot der Skyliners ausgeschlagen hat.

Ausnahme für Wood

"Er wollte die Chance haben, auf dem höchsten Level in der Euroleague zu spielen", erklärt der ehemalige Nationalspieler Novak bei SPORT1. "Und ALBA spielt zumindest die Qualifikation", sagt er ganz gelassen.

Auch dass die Berliner den Skyliners mit DaShaun Wood den besten Spieler weggeschnappt haben, lässt bei Novak keinen Unmut aufkommen.

Warum auch? Die Frankfurter selbst schrieben "Woods einzige Bedingung", seinen Verbleib von Coach Herbert abhängig zu machen, in den Vertrag. "Und von dieser Option hat er nun Gebrauch gemacht", sagt der Sportdirektor mit etwas Wehmut in der Stimme.

Usus sind solche Klauseln nicht, aber einem Spieler von Woods Format gestand Novak einen Sonderwunsch zu.

"Ein paar große Männer unter dem Korb"

Neben Woods und Herbert muss Frankfurt in der kommenden Saison auch auf Pascal Roller und Roger Powell (News) (beide Karriereende) sowie Dominik Bahiense de Mello (Wechsel zu den EWE Baskets Oldenburg) verzichten. (News: BBL vergibt "Roller-Award")

Von einem "Neubeginn", sogar "dem Beginn einer Ära" spricht Novak bei SPORT1.

Die beginnt in erster Linie mit der Suche nach einem Ersatz für Wood auf der Spielmacherposition und nach "ein paar großen Männern unter dem Korb".

Namen will der Sportdirektor noch keine Namen, dafür seien zu viel Spieler auf dem Markt.

Wichtig ist für Novak nur, "dass die Spieler zu uns passen. Ob jemand davor bei ALBA, Tübingen oder sonst wo gespielt hat, spielt nur eine sekundäre Rolle".

Robertson bleibt in Frankfurt

Zumindest können die Frankfurter mit den ersten Verpflichtungen, dem DBB-Akteur Johannes Herber (News) und dem U-20-Nationalspieler Danilo Barthel (News), aufwarten.

Desweiteren verlängerten mit den Guards Jimmy McKinney und Quantez Robertson (News) zwei wichtige Säulen im Team ihre Verträge.

Besonders bei Letzterem schien dies nicht selbstverständlich.

Neulich sagte Novak noch: "Es wäre keine Überraschung, wenn es auch Robertson nach Berlin ziehen würde." Aber diese voreilige Aussage sei nur "in dem Zusammenhang mit Woods Abgang" gefallen, erklärt Novak bei SPORT1.

"Jetzt sind wir sehr froh, dass er bleibt und hoffen, dass er sich weiter so entwickelt, wie er das in den letzten beiden Jahren getan hat", sagt Novak über den 27-Jährigen.

"Ein hoffentlich schlagkräftiges Team"

Dafür und für weitere Verpflichtungen ist nun auch der neue Trainer Katzurin zuständig und auf den Coach wartet noch viel Arbeit.

Denn schließlich lauten Novaks Ziele, "ein hoffentlich schlagkräftiges Team" zusammenzustellen und eine "Ära" zu beginnen (DATENCENTER: Der Spielplan 2011/12).

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