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Titus Ivory (li.) und die Skyliners sind neuer Tabellenzweiter © getty

Frankfurt verhaut die Niedersachsen und schnappt sich dadurch selbst Platz zwei. Göttingen holt einen gewaltigen Rückstand auf.

Von Michael Spandern

München - Die EWE Baskets Oldenburg haben bei ihrem Angriff auf die Tabellenspitze der Basketball-Bundesliga ein Debakel erlebt.

Bei den Skyliners Frankfurt kam der bisherige Tabellenzweite nach einer besonders in der ersten Hälfte desolaten Leistung mit 53:84 (16:42) unter die Räder und rutschte auf den dritten Platz ab.

Statt mit einem Sieg Tabellenführer Alba Berlin vorübergehend zu überholen, mussten die Niedersachsen somit die Frankfurter an sich vorbeiziehen lassen. Beide Teams haben 18:8 Punkte auf ihrem Konto.

"Wir haben am Anfang in der Offensive katastrophal gespielt. Nach dem hohen Rückstand war es dann natürlich schwer, noch einmal ins Spiel zu kommen", sagte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic.

Göttingen dreht Riesen-Rückstand

Mit einer spektakulären Aufholjagd hat derweil die BG Göttingen ihre Ansprüche auf einen Playoff-Platz unterstrichen.

Beim 65:64 (28:50)-Auswärtssieg bei den Walter Tigers Tübingen holten die Niedersachsen einen 22-Punkte-Rückstand auf und sind mit lediglich drei Niederlagen nach Minuspunkten zweitbestes Team der Liga.

Die Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit nur 14 Punkte erzielten, kassierten dagegen die vierte Niederlage in Folge und bleiben auf Rang 15 weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Dragons schließen Lücke nicht

Nicht zu den Spitzenteams aufschließen konnten die Artland Dragons Quakenbrück. Bei den Phantoms Braunschweig unterlagen die Niedersachsen mit 66:75 (27:42) und liegen mit 16:12 Zählern zwei Pluspunkte hinter der Spitzengruppe.

Die Braunschweiger setzten sich mit dem sechsten Saisonsieg im Mittelfeld fest.

Dort positionierten sich auch die Giants Nördlingen (12:16), die die Köln 99ers dank einer starken zweiten Hälfte 73:61 (34:33) bezwangen. Die Rheinländer bleiben mit sechs Punkten Vorletzter.

ALBA gegen Angstgegner

Am Sonntag will Spitzenreiter ALBA Berlin im letzten Auswärtsspiel des Jahres die Misere von zuletzt drei Pleiten in fremden Hallen - zwei davon in der Europaliga - zu den Akten legen (ab 17 Uhr LIVESCORES )

Mit Düsseldorf wartet jedoch ein Angstgegner auf die Berliner: Die gastgebenden Giants sind das einzige Team, das in der Vorsaison - damals noch in Leverkusen verortet - beide Saisonspiele gegen ALBA gewann.

"Berlin ist ganz weit weg"

Doch die "Giganten", als Tabellenelfter deutlich unter ihren Erwartungen platziert, machen sich vor dem erstmals im Düsseldorfer Castello von Reisholz ausgespielten Klassiker klein.

"Berlin ist ganz weit weg", sagt Trainer Achim Kuczmann. "Mit dem letzten Jahr kann man ALBA nicht vergleichen."

Obwohl Berlins amtierender MVP Julius Jenkins mit einer Außenbandverletzung nach wie vor fehlt, sieht Kuczmann seine Mannen als Außenseiter, der für einen Sieg "schon einen super Tag erwischen muss".

Drobnjak kein "Albatross" mehr

Auf Berliner Seite hat man hingegen großen Respekt vor den Riesen.

"Wir haben im Moment wegen der vielen Spiele nicht soviel Energie. Und Achim Kuczmann hat eine Mannschaft beisammen, die jeden schlagen kann", glaubt ALBA-Manager Marco Baldi.

Nach Düsseldorf reisen die Berliner ohne ihren 31-jährigen Forward Dragisa Drobnjak. Der Zwei-Monats-Vertrag des Slowenen, der im Oktober für den verletzten Patrick Femerling eingekauft wurde, sei "planmäßig ausgelaufen" und werde nicht verlängert, teilte der Verein mit.

Schon über 100.000 Korbpunkte

Ein anderer Klassiker geht am Sonntag in seine 106. Auflage (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen): Allerdings sind die LTi Giessen 46ers vor ihrem Gastspiel bei den Brose Baskets Bamberg mal wieder vom Abstieg bedroht.

Daher will der Drittletzte nach dem Heimsieg gegen Trier aus der Vorwoche nun den nächsten Schritt aus dem Keller tun.

Die Gießener, die in ihrer BBL-Historie schon 100.064 Korbpunkte verbucht haben, müssen gegen die Bamberger Defensivkünstler allerdings ball- und treffsicherer vorgehen als in den vergangenen beiden Spielen, als nur 56 bzw. 63 Punkte heraussprangen.

Für die Bamberger geht es um die Rückkehr in die Playoff-Ränge. Durch die Niederlage bei den Artland Dragons waren sie zuletzt auf den unbeliebten neunten Platz zurückgefallen.

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