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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Shooting Guard Julius Jenkins spielte von 2006 bis 2011 bei ALBA Berlin © getty

Vor dem "Derby" gegen ALBA ist Bambergs Neu-Papa Jenkins siegessicher. Seinem Ex-Klub schenkt er keine Beachtung.

München - Am Sonntag wird er ausgeschlafen sein.

Nicht so müde und abgekämpft wie von der Geburt seiner zweiten Tochter Kyrie vergangenen Freitag und dem anschließenden Heimatbesuch in den USA.

Bereits beim Sieg der Brose Baskets Bamberg im Euroleague-Knaller gegen Panathinaikos Athen zeigte sich Julius Jenkins in Bestform und wurde mit 13 Punkten zum zweitbesten Scorer der Bamberger (BERICHT: Bamberg stürzt den Titelfavoriten).

"Er war in der zweiten Halbzeit überragend", lobte Trainer Chris Fleming bei SPORT1: "Er hat uns getragen."

Jenkins setzt auf Defensive

Ebenso hellwach, topfit und voller Elan wird Jenkins ins Spitzenspiel in der Beko BBL bei ALBA Berlin gehen (So. ab 16.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) . Daran lässt der Shooting Guard des Tabellenführers im Vorfeld keinen Zweifel.

"Ich glaube, dass wir gewinnen. Wir müssen unser Spiel aus einer sicheren Defensive heraus aufziehen, dann wird das auch klappen", sagt Jenkins vor der Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte.

Ganz überzeugt, ganz Profi - ganz Mr. Gnadenlos.

"Es ist wie ein Derby"

Im Topspiel sollen die Zuschauer an der Spree wieder den agilen 30-Jährigen auf Korbjagd sehen, der fünf Jahre lang für Berlin spielte und im Sommer als Publikumsliebling nach Bamberg wechselte.

Jenkins ist vor Partie ziemlich aufgeregt: "Das ist definitiv ein besonderes Spiel. Es ist wie ein Derby, denn da treffen die beiden größten Rivalen der Liga aufeinander. Es wird sicher eine interessante Partie werden."

Jenkins noch in Berlin verwurzelt

Seit 2006 stand der Amerikaner bei ALBA Berlin unter Vertrag.

Doch nach fünf erfolgreichen Jahren in der Hauptstadt mit Meistertitel (2008) und Pokalsiegen (2006, 2009) musste etwas Neues her. Jenkins unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag beim großen Berliner Rivalen Bamberg. (Voting: Die SPORT1 2011)

[kaltura id="0_b85p07ny" class="full_size" title="Bamberg bezwingt den Titelverteidiger"]

Auch bei den Brose Baskets läuft es für den 30-Jährigen gut: Die Mannschaft ist in der Liga noch ungeschlagen (Datencenter: Beko BBL).

Vielleicht kommt auch deshalb kein allzu großer Wehmut bei Jenkins auf, wenn er an das Topspiel in Berlin denkt: "Mein Fokus muss es sein, meinem Team zu helfen. Das ist Bamberg. Ich habe schöne Erinnerungen an Berlin und auch noch immer Freunde in der Stadt, aber ich will auch immer gewinnen. Am Sonntag gebe ich deshalb mein Bestes für die Brose Baskets."

Erst "Rivalen, dann Kumpel"

Mit Berlin verbindet Jenkins noch immer viele gute Gedanken: "Als wir 2008 Deutscher Meister wurden, war das unglaublich. Ich habe mit tollen Typen zusammengespielt, es war eine fantastische Zeit."

Einer seiner besten Freunde in Deutschland spielt beim Konkurrenten Berlin - Jenkins' Landsmann Derrick Allen. Doch Probleme aus dieser Konstellation erwartet Jenkins ebenso wenig wie mit dem Empfang der Berliner Fans.

"Derrick und ich sind Profis genug. Im Spiel sind wir Rivalen, danach wieder beste Kumpel. Und dass die Berliner Anhänger besonders treu sind, weiß ich schon. Wenn sie mich nun ausbuhen, kann ich nichts dagegen tun. Das ist aber auch nicht weiter wichtig", erklärt Jenkins.

"Habe ALBA nicht verfolgt"

Hat Bambergs Korbjäger bei den Berlinern besondere Stärken ausgemacht?

"Das kann ich nicht einschätzen. Ich habe ALBA nicht weiter verfolgt, seit ich weggegangen bin", sagt Jenkins gelassen: "Aber sie haben eine sehr gute Mannschaft, das ist mir schon klar. Ich werde mich einfach auf das konzentrieren, was ich zu tun habe."

Jenkins würde NBA vermissen

Keine großen Emotionen verursacht auch der andauernde Arbeitskampf in der nordamerikanischen Profiliga NBA beim 30 Jahre alten Sympathieträger (BERICHT: Durant-Deal? "Sieht nicht schlecht aus").

"Klar, ich verfolge das und versuche, mich zu informieren. Das Ganze betrifft mich aber nicht. Ich hoffe, dass es doch noch eine Einigung gibt. Ich mag die NBA und würde es vermissen, keine Spiele sehen zu können." (BERICHT: NBA-Saison vor dem Aus)

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