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Chris Fleming wechselte 2008 als Chefcoach von den Artland Dragons nach Bamberg © imago

Die Gießen-Niederlage schmerzt Manager Heyder zwar weniger als die in Zagreb, doch Ausreden gibt für die "dumme" Pleite nicht.

München - Bitter, unerklärlich, nicht normal:

Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge mit teilweise ernüchternden Leistungen herrscht bei Meister Brose Baskets Bamberg Ratlosigkeit.

"Wir haben sicher nicht die beste Phase, das muss man wohl so sagen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Heyder: "Aber ich würde das dennoch nicht zu dramatisch sehen."

Denn am Mittwoch hätten die Franken in der Euroleague gegen "die beinahe übermächtige Mannschaft" von ZSKA Moskau "die Chance, uns freizuschwimmen".

Dafür bräuchte es allerdings eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum 65:68 am Sonntagabend bei den LTi Gießen 46ers in der Beko BBL.

Wie zuvor in Berlin und im Europacup in Zagreb habe Bamberg "sehr dumm verloren", meinte Heyder (DATENCENTER: Beko BBL).

Rebound ist die Achillesferse

Trainer Chris Fleming lobte Kampfgeist und Herz - des Gegners. Mit seiner Mannschaft ging er hart ins Gericht.

"Wenn wir nicht lernen, den Ball zu rebounden, können wir es vergessen, dass wir als Team nach vorne kommen. Wenn wir so am Brett arbeiten, werden wir es in der Bundesliga und vor allem in der Euroleague noch sehr schwer haben", sagte er zerknirscht.

Dort hat Bamberg von sechs Spielen erst zwei gewonnen und liegt in der Sechsergruppe auf Rang vier.

Zagreb-Pleite "nicht nachvollziehbar"

Für Heyder war die neuerliche Niederlage eine Nachwehe der 74:86-Pleite in Zagreb.

"Das war viel bitterer und unerklärlicher als Gießen. Für mich ist das bis heute nicht nachvollziehbar. Da haben wir keinen Biss, keine Intensität entwickeln können", sagte er.

Entsprechend angespannt und verkrampft sei das Team in die Begegnung in Gießen gegangen. Nach ordentlichem Start habe es dann recht schnell "den Glauben verloren". Fleming sprach in Zusammenhang mit der Rebound-Schwäche (in Gießen: 24:39) von einer "Frage der Ehre".

Heyder findet es "fast witzig"

Zu der wird jetzt auch das Spiel gegen Moskau, das alle seine bisher sechs Spiele in der Euroleague gewonnen hat.

Stars wie Andrej Kirilenko (Russland) sowie die Serben Milos Teodosic und Nenad Krstic flößen großen Respekt ein.

"Wir müssen uns als Team wieder finden, Biss entwickeln, wach sein", forderte Heyder, der es "fast witzig" findet, dass Bamberg nach zuvor durchweg starken Auftritten plötzlich in eine Negativspirale rutschte.

Eine gewisse "mentale Müdigkeit" sieht er nach zahlreichen Reisen als eine der Ursachen dafür an.

Keine Chance in Moskau?

Allerdings betonten Heyder wie Fleming, dass sie zumindest für die beiden Niederlagen in Zagreb und Gießen keine Ausreden gelten lassen. Entscheidend sei es jetzt, betonte Heyder, dass sich die Spieler "als Mannschaft wieder finden".

Ansonsten, darüber macht er sich keine Illusionen, habe Bamberg nicht nur gegen Moskau keine Chance.

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