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Eduard Bopp ist mit den 99ers vorrübergehend am Tiefpunkt angelangt © getty

Im Duell mit Bamberg behalten die Telekom Baskets die Oberhand. Die Verfolger bleiben dran. Dragons und Köln glücklos.

Berlin - Spitzenreiter Telekom Baskets Bonn und Verfolger Alba Berlin haben am 16. Spieltag der Basketball-Bundesliga ein wahres Feuerwerk abgebrannt:

Die Spitzenteams der BBL läuteten mit furiosen Auftritten das neue Jahr ein und konnten nach der Weihnachtspause wichtiges Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben im Europapokal tanken.

Titelverteidiger Alba fertigte die DB Skyliners Frankfurt im Spitzenspiel mit 87:71 ab und bleibt mit den Bonnern mit 22:6 Punkten auf den Fersen.

Der Vizemeister behauptete durch das 81:76 gegen die Brose Baskets Bamberg die Tabellenführung (24:8 Zähler).

Die von Verletzungssorgen geplagten Rheinländer retteten ihren sechsten Sieg in Folge mit einem Kraftakt ins Ziel.

Trainer zieht den Hut

Erst eine 13:2-Serie kurz vor der Schlusssirene brachte den verdienten Erfolg für das Team von Trainer Michael Koch.

"Ich ziehe den Hut vor unserer Bank, die während des gesamten Spiels die Energie hochgehalten hat", sagt Koch und lobte seine Auswechselspieler. Der Sieg war für die Baskets, die in Brandon Bowman (21 Punkte) ihren besten Werfer hatten, ein erfolgreicher Test für die Euro-Challenge-Partie am Mittwoch gegen Ural Great Perm.

Ebenfalls eine gelungene Generalprobe feierte Alba vor dem wichtigen Euroleague-Spiel am Mittwoch bei Joventut Badalona, dem Klub von Nationalspieler Jan Jagla. "Nach der Weihnachtspause war es wichtig für uns, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Titel zu schlagen", sagte Alba-Coach Luka Pavicevic.

Generalprobe geglückt

Vor dem Duell in Badalona, das die Berliner unbedingt gewinnen müssen, um nicht vorzeitig auszuscheiden, sorgte auch das Comeback des lange verletzten Topscorers Julius Jenkins für Erleichterung. Der "MVP" der Vorsaison kam bei seinem ersten Einsatz seit Wochen immerhin auf zehn Punkte. "Es hat sich gut angefühlt, wieder beim Team zu sein. Ich hatte überhaupt keine Probleme", erklärte Jenkins.

Göttingen hält Anschluss

Punktgleich mit den Albatrossen auf Rang drei folgt die BG 74 Göttingen. Das Überraschungsteam der Bundesliga setzte sich mit 77: 68 gegen EnBW Ludwigsburg durch. Alba und Göttingen haben jeweils zwei Spiele weniger als Spitzenreiter Bonn absolviert.

Ihren Anspruch auf eine vordere Platzierung konnten auch die EWE Baskets Oldenburg untermauern. Durch einen knappen 82: 79-Heimsieg gegen die Walter Tigers Tübingen schoben sich die Niedersachsen (22:8) auf den vierten Rang vor. Frankfurt (20:10) rutschte durch die Niederlage in Berlin auf den sechsten Platz ab.

Dragons weiter glücklos

Die Artland Dragons Quakenbrück fanden derweil auch im neuen Jahr nicht in die Erfolgsspur zurück. Nach der 77:88-Niederlage gegen die nun punktgleichen Giants Düsseldorf (jeweils 16:16) liegt der Pokalsieger nur noch auf Platz zehn. Giants-Coach Achim Kuczmann war dagegen äußerst zufrieden: "Ich habe heute das beste Spiel meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen."

Köln rutscht ab

Dagegen reißt die Pleitenserie der Eisbären Bremerhaven auch unter Interimscoach Algidas Milonas nicht ab. Gegen die Giants Nördlingen verlor der erst einmal siegreiche Tabellenletzte nach Verlängerung 78:87 und kassierte die 15. Niederlage in Folge. Überragend bei den Gästen war Osvaldo Jeanty mit 39 Punkten.

Auch die Köln 99ers bleiben im Tabellenkeller. Vor eigenem Publikum unterlag das Team TBB Trier 73:77 und rutschte auf den vorletzten Platz ab.

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