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Bayerns Robin Benzing (M.) umringt von Steven Esterkamp (l.) und Keaton Nankivil (r.) © imago

München will die fatale Hinspielniederlage gegen Ulm wettmachen. Im Rennen um die Playoff-Plätze müssen jetzt Punkte her.

Von Johanna Herdejost

München - Ulms Keaton Nankivil bekommt 1,5 Sekunden vor Spielende den Ball und drückt aus acht Metern ab.

Die Uhr tickt runter, und der Ball fällt durch die Reuse. Es steht 76:75 für den Gastgeber ratiopharm Ulm. Schlusssirene.

Fassungslosigkeit bei den Korbjägern des FC Bayern München, grenzenloser Jubel bei den "Spatzen".

Diese letzte Szene aus dem Hinspiel Anfang des Jahres wird sowohl dem Überraschungsteam aus Ulm als auch dem Aufsteiger aus München nicht so schnell aus den Köpfen gegangen sein.

Ulm überzeugt, Bayern in Bringschuld

Für die Donaustädter ging der Höhenflug in der Beko BBL weiter. In den folgenden fünf Partien mussten sich Center-Koloss John Bryant und Co. nur im Spitzenspiel dem Deutschen Meister Bamberg mit 74:102 (39:46) (Bericht) geschlagen geben.

Die Mannschaft von Bayern-Trainer Dirk Bauermann blieb nach der Albtraum-Niederlage dagegen in der Ferne weiterhin sieglos und holte nur zwei Siege aus fünf Spielen.

Zuletzt ließen sich die Münchner mit 68:70 (41:34) bei Kellerkind Trier den Schneid abkaufen (Auswärtsfluch! Bayern bangen um die Playoffs).

Zu wenig für die hohen Ansprüche des Aufsteigers aus dem Süden.

Heimstärke beweisen

Nun treffen die Bayern und die Ulmer (19.30 Uhr LIVESCORES) am 22. Spieltag erneut aufeinander. "Sie werden Rache üben wollen", glaubt Ulms Scharfschütze Isaiah Swann.

"Ulm muss sich warm anziehen, wenn sie in den Audi Dome kommen. Wir werden ihnen mit unserer Defensive keinen Zentimeter Platz lassen, und aus unserer guten Verteidigung heraus explosiv und schnell nach vorne spielen", gab sich Bauermann im Vorfeld kämpferisch.

[kaltura id="0_cj5l8aec" class="full_size" title="Bamberg putzt die Spatzen "]

Tatsächlich haben die Bayern-Basketballer ihren achten Tabellenplatz nur der guten Heimbilanz zu verdanken.

Im Audi Dome musste sich der Neuling nur ALBA Berlin geschlagen geben und liegt damit auf Platz drei hinter den zuhause unbesiegten Brose Baskets Bamberg.

Top-Mannschaften schlagen

Allerdings trügt der Schein ein wenig, kamen die Siege doch alle gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte zustande.

Bis auf Oldenburg schlugen die "Roten" noch kein Top-Team in der eigenen Halle und müssen jetzt gegen den Klub aus Uli Hoeneß' Heimatstadt unterstreichen, dass sie auch gegen Spitzenmannschaften bestehen können.

Schließlich wurde in München vor der Saison in "Mia-san-Mia"-Manier das Erreichen der Playoffs angekündigt. Nun ist es an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Watts fällt weiter aus

Zum dritten Mal in dieser Saison wird der Audi Dome mit 6700 Zuschauern ausverkauft sein. Darunter auch 450 Ulmer Fans, die ihre Mannschaft zum Sieg antreiben wollen.

Die Schwaben müssen allerdings erneut auf ihren "Energizer" in der Zone verzichten. Dane Watts fällt weiterhin wegen einer Sprunggelenksverletzung aus.

"Die Spieler müssen noch eine Woche auf die Zähne beißen", erklärte Manager Thomas Stoll in der "Südwestpresse" den Ausfall des Power Forwards.

Franken-Derby und Kellerduell

In den weiteren Partien der englischen Woche empfängt der BBC Bayreuth den Nachbarn aus Würzburg zum Franken-Derby, die Fraport Skyliners reisen in den Hohen Norden nach Bremerhaven.

Die EWE Baskets Oldenburg treffen auf die Telekom Baskets Bonn, außerdem geht es im Kellerduell sowohl für die EnBw Ludwigsburg, als auch für die BG Göttingen um überlebenswichtige Punkte gegen den Abstieg.

Die Giessen 46ers reisen ins Artland, wo es beim Tabellen-Dritten zu einem Wiedersehen mit dem langjährigen Gießener Coach Stefan Koch kommt.

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