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Center Jared Homan (l.) kam von Virtus Bologna zum FC Bayern München © getty

Der FC Bayern München kommt den Playoffs ein Stück näher. Gegen den Tabellenzweiten aus Ulm setzt sich der Aufsteiger knapp durch.

Aus München berichtet Jakob Gajdzik

München - Der FC Bayern München hält dank seiner überragenden Heimbilanz weiter Kurs Richtung Playoffs.

Mit einem 87:83 gegen den Tabellenzweiter ratiopharm Ulm gelang den Münchnern der elfte Sieg im zwölften Heimspiel. Sie nahmen gleichzeitig Rache für die Last-Minute-Pleite (75:76) im Hinspiel (Auswärtsfluch! Bayern bangen um die Playoffs).

Der Aufsteiger zeigte in einem wahren Krimi die besseren Nerven und drehte die Partie dank eines überragenden Je'Kel Foster, der im letzten Viertel aufdrehte und die Münchner mit 22 Punkten zum Sieg führte.

Neben Foster war Center Jared Homan (21) bester Werfer der Münchner. Für Ulm waren Isaiah Swann (19) und Per Günther (15) am erfolgreichsten. (STENOGRAMME: 22. Spieltag)

Bayern sorgen früh für Stimmung

Die Ulmer machten den Anfang und kamen durch John Bryant zu ihren ersten Punkten, die FCB-Center Homan postwendend mit einem Dunk ausglich und die Halle bereits zu Beginn zum kochen brachte.

Foster und Steffen Hamann legten zwei Dreier nach und die Gastgeber waren schnell 8:2 vorne.

Starke Anfangsphase von Homan

Bayern-Center Homan war der Mann der Anfangsminuten, schnappte sich vier Rebounds unter beiden Körben und baute eigenhändig auf 11:2 aus. Doch die Führung hatte nicht lange Bestand.

Für das erste Highlight im zweiten Viertel sorgte Ulms Isaiah Swann mit einem sensationellem Dunk, Nankivil legte einen Dreier nach und die Gäste lagen erstmals mit 21:18 vorne.

Ulm zeigte sich in der Folge effizienter aus dem Feld und baute nach einem Sprungwurf von Bryant die Führung auf 30:24 aus.

Ulm mit starkem zweitem Viertel

Günther zeigte sich gewohnt quirlig, und unter den Körben wurde Bryant immer dominanter. Swann schloss einen Konter mit einem starken Dreier ab - schon waren die "Spatzen" auf 35:26 weg.

[kaltura id="0_cj5l8aec" class="full_size" title="Bamberg putzt die Spatzen "]

Homan kam unter dem Korb immer seltener durch und verwarf in schöner Regelmäßigkeit seine Freiwürfe. Nur einer von sechs saß in der ersten Hälfte.

Bryant machte es dagegen von der Linie besser und es wurde zum ersten Mal zweistellig (36:26).

Fehde zwischen Homan und Bryant

Den zweiten Durchgang startete Bryant mit einem Block gegen Wallace, der allerdings zu zwei Freiwürfen führte. Der Münchner versenkte beide.

Troutman und Benzing von der Linie legten nach und die Gastgeber waren mit 39:42 wieder dran.

Das Tempo nahm zu, die Fehler auf beiden Seiten aber auch.

Homan besorgt den Ausgleich

Robin Benzing drehte nun auf und brachte die Bayern mit fünf Punkten auf 48:50 dran, doch Swann und Bryant konterten.

Nun saß fast jeder Wurf. Troutman stieg hoch und verkürzte mit einem Dreier auf 53:55. Homan traf kurz darauf zum Ausgleich und staubte noch ein Foul ab - die Halle stand.

Die Führung vergab der Amerikaner aber von der Linie.

Foster dreht das Spiel

Hamann eröffnete das letzte Viertel mit einem Sprungwurf inklusive Foul, konnte den Freiwurf allerdings nicht nutzen. Es waren die ersten Punkte des FCB-Playmakers.

Jagla traf für Drei und legte sogar einen Korbleger nach. Die Münchner waren wieder auf einen Zähler dran (63:64).

Wieder zeigten sich die Ulmer mehr als cool. Trice und Swann mit seinen Punkten 16 und 17 bauten den Vorsprung erneut auf fünf Punkte aus.

Dann kam der große Auftritt von Je'Kel Foster. Der Amerikaner verwandelte drei Dreier in Folge und den Audi Dome in ein Tollhaus. 72:70, die Bayern waren fünf Minuten vor dem Ende wieder vorne.

Spannende Schlussphase

Günther glich aus, doch wieder traf Foster, der nun nicht zu stoppen war.

Die Schlussphase blieb hochklassig und hochspannend. Die Führung wechselte nach Treffern von Foster und Bryant minütlich.

Und auch Homan meldete sich zu Wort und brachte die Bayern zwei Minuten vor dem Ende mit 78:77 nach vorne.

Troutman sorgt für die Entscheidung

Foster setzte sich in der Schlussphase wieder klasse durch und erhöhte auf 82:79, doch wieder kamen die Ulmer durch Swann heran.

Elf Sekunden vor dem Ende stand es 82:81 für die Gastgeber. Dann schlug Foster zu und baute die Führung auf vier auf.

Die Ulmer hatten die Mannschaftsfouls ausgereizt und foulten die Münchner, um schnell wieder in Ballbesitz zu kommen.

Den entscheidenden Wurf von der Linie traf Troutman und ließ die Bayern jubeln.

Würzburg gewinnt Franken-Derby

Im Franken-Derby zwischen Bayreuth und Würzburg setzte sich der Aufsteiger auswärts mit 64:55 durch. Jason Boone und Chris Kramer erzielten jeweils zwölf Punkte für die Würzburger.

Einen Pflichtsieg feierte der Tabellendritte Artland Dragons. Vor heimischer Kulisse gewannen die Quakenbrücker mit 72:70 gegen Gießen. Anthony King und Anthony Hiliard trafen mit 14 Punkten am besten für die Norddeutschen.

Im Kampf um die Playoff-Plätze kassierte Oldenburg einen Rückschlag gegen Konkurrent Bonn. Der Meister von 2007 musste sich vor heimischem Publikum mit 75:99 (45:47) geschlagen geben.

Die Eisbären Bremerhaven festigten mit einem 76:70 (43:30)-Heimerfolg über die Fraport Skyliners einen Platz unter den Top Sechs. Überragender Akteur auf dem Feld war dabei Anthony Smith mit 25 Zählern.

Im Kellerduell feierte EnBW Ludwigsburg einen deutlichen 92:64 (49:32)-Sieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht BG Göttingen.

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