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Je'Kel Foster (M.) gewann 2009 mit Oldenburg die Meisterschaft © getty

Bei den Münchnern platzt der Auswärts-Knoten. Foster befeuert den Endspurt. Artland-Coach Koch knabbert am Vier-Punkte-Schock.

München - An den Worten von Dirk Bauermann war schnell abzulesen, wie groß die Erleichterung beim FC Bayern München war.

"Uns ist heute kein Stein, sondern ein mittlerer Berg vom Herzen gefallen", sagte der Trainer nach dem 82:72 (36:37) bei Phoenix Hagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mehr als vier Monate nach dem bislang einzigen Auswärtssieg in der Beko BBL kehrte der Aufsteiger nach der Schlusssirene wieder mit einem Erfolgserlebnis in die Gästekabine zurück. Die schwarze Serie der Roten hat ein Ende gefunden.

"Es war heute ein Sieg der Entschlossenheit und eines großen kollektiven Willens", sagte Bauermann. Der ehemalige Bundestrainer hatte nach dem Sieg beim Abstiegskandidaten allen Grund zur Zufriedenheit.

Foster trifft zur Vorentscheidung

Vor allem, weil sein Team im Gegensatz zu fast allen bisherigen Spielen in fremden Hallen diesmal da war, als es darauf ankam.

Ein 14:1-Lauf zu Beginn des Schlussviertels war die Grundlage für den zweiten Auswärtssieg nach dem Erfolg beim abgeschlagenen Schlusslicht BG Göttingen. Dieser war Mitte Oktober gelungen.

Guard Je'Kel Foster zog fünf Minuten vor Schluss energisch zum Korb und stellte mit dem 68:60 die Weichen für den Aufsteiger. Chevon Troutman (19 Punkte) und Spielmacher Jonathan Wallace (14) waren die herausragenden Akteure.

Ulm profitiert von Blitzstart

Während die Bayern vor allem am Ende überzeugten, legte rathiopharm Ulm im Verfolgerduell bei den Artland Dragons einen Blitzstart hin.

Mit 28:4 gewann das Überraschungsteam den ersten Spielabschnitt und setzte sich nach 40 Minuten auch ohne den erkrankten Aufbauspieler Per Günther mit 84:73 (47:23) durch (STENOGRAMME: Der 24. Spieltag).

[kaltura id="0_f250y15h" class="full_size" title="Video: Highlights Hagen - Bayern"]

Die "Spatzen" unterstrichen ihren Anspruch auf den zweiten Platz und bleiben nach dem Sieg über den bisherigen Dritten mit 38:10 Punkten hartnäckigster Verfolger von Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg (40:4).

"Wir waren im ersten Viertel besser und konnten danach den Sieg über die Zeit retten", analysierte Ulms Trainer Thorsten Leibenath nach der Partie bei SPORT1.

Koch kann es nicht fassen

Sein Gegenüber Stefan Koch war dagegen konsterniert.

"Ich kann mich nicht daran erinnerm, das jemals erlebt zu haben", sagte der Trainer zum Fehlstart und kritisierte seine Mannschaft: "Das ist ein ganz wichtiges Spiel, und wir kommen völlig flach auf den Füßen raus."

Erst nach viereinhalb Minuten gelangen Quakenbrück die ersten Punkte, danach lief der Europacup-Teilnehmer dem Rückstand erfolglos hinterher.

ALBA zieht vorbei

ALBA Berlin nutzte die Gunst der Stunde und zog an den Dragons vorbei auf den dritten Platz. Die Hauptstädter gewannen beim Abstiegskandidaten EnBW Ludwigsburg mit 83:78 (33:36).

Die Baskets Oldenburg haben im Rennen um die Playoff-Ränge nach einem 78:60 (42:29)-Sieg gegen Göttingen weiterhin gute Chancen.

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