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Bonns Brandon Bowman ist vom Frankfurter Ilian Evtimov nicht aufzuhalten © imago

Der Vizemeister siegt im Verfolgerduell gegen Frankfurt und liegt wieder vor ALBA. Die Artland Dragons klagen über die Referees.

München - Die Telekom Baskets Bonn haben am 18. Spieltag ihren dritten Platz in der Bundesliga behauptet. Im Verfolgerduell gegen die Frankfurt Skyliners siegte der Vizemeister nach Verlängerung mit 84:75 (71:71, 40:38) und zieht mit nun 26:10 Zählern nach Pluspunkten mit Spitzenreiter BG Göttingen (26:6) gleich.

Die Bonner hatten in Earl Jerrod Rowland (20 Punkte) und Moussa Diagne (18) ihre erfolgreichsten Korbjäger, bei den Gästen taten sich Keith Simmons (14) und Titus Ivory (13) hervor.

Einen 31:37-Rückstand (17.) wandelte Bonn noch in eine knappe Halbzeitführung um und zog im dritten Viertel durch einen 13:0-Lauf auf 58:47 davon. Rowland und Brandon Bowman steuerten je fünf Punkte zum Zwischenspurt bei.

Ivory erzwingt Overtime

Doch eine halbe Minute vor Schluss glich Frankfurt durch Pascal Rollers Sprungwurf, der einen 9:1-Lauf abschloss, zum 68:68 aus.

Dann brachte Rowland die Gastgeber mit drei verwandelten Freiwürfen nach vorn, doch Titus Ivory brachte die Hessen per Dreier mit der Schlusssirene in die Verlängerung.

In den fünf zusätzlichen Spielminuten blieben die Frankfurter allerdings bis auf einen Tip-In und einen Korbleger von Derrick Allen in der Offensive glücklos.

Ein Schritt voran für ALBA

Titelverteidiger ALBA Berlin rutschte durch den Sieg der Bonner auf den vierten Platz ab, ist aber mit einer meisterlichen Vorstellung in die Rückrunde gestartet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der achtmalige deutsche Champion untermauerte beim 90:78-Erfolg bei Pokalsieger Artland Dragons Quakenbrück am 18. Spieltag eindrucksvoll seine Ambitionen.

"Das war ein wichtiger Auswärtssieg für uns, um in einer guten Position in der Meisterschaft zu bleiben. Ich muss meinen Spielern aber auch sagen, dass es nur ein Schritt auf dem langen Weg war", meinte Alba-Trainer Luka Pavicevic.

Artland beklagt kleinliche Linie

Die Albatrosse, bei denen Julius Jenkins mit 23 Punkten Topscorer war, feierten mit dem 12. Saisonerfolg eine gelungene Generalprobe für das Auftaktspiel der Top-16-Runde in der Euroleague am Donnerstag bei Maccabi Tel Aviv.

Frust war dagegen bei den harmlosen Dragons nach der fünften BBL-Niederlage in Folge und den Absturz ins graue Liga-Mittelfeld angesagt. Besonders mit den Entscheidungen der Schiedsrichter waren die Profis und die 3000 Zuschauer unzufrieden.

"Es fällt schwer, eine aggressive Verteidigung zu spielen, wenn jede Berührung ein Foul ist. Dann hätten sie uns vorher sagen müssen, dass die Berliner Heilige sind, die man nicht anfassen darf", sagte Flügelspieler Jan Rohdewald, der als einer von drei Gastgebern mit fünf Fouls vorzeitig das Parkett verlassen musste.

Oldenburg stolz auf die Defense

Die EWE Baskets Oldenburg verteidigten unterdessen durch ein 80:73 beim Tabellenvorletzten Giessen 46ers erfolgreich ihren zweiten Platz.

Bester Werfer war Je'kel Foster mit 23 Punkten. "Einer der ausschlaggebenden Punkte für unseren Sieg war unsere gute Verteidigung in der ersten Halbzeit, in der wir Gießen auf 27 Punkten gehalten haben", erklärte Baskets-Coach Predrag Krunic.

Oldenburg liegt nun nach Pluspunkten gleichauf mit Spitzenreiter BG 74 Göttingen (26:6), der bereits am Donnerstag in Trier mit 76:71 gewonnen hatte.

Ulm gewinnt im Playoff-Gerangel

Im Tabellenkeller verbuchten die Köln 99ers im rheinischen Derby einen wichtigen Erfolg. Vor 3000 Zuschauern setzten sich die Hausherren in einem spannenden Duell knapp mit 80:78 gegen die Giants Düsseldorf durch.

"Das war Werbung für den Basketball", befand anschließend Kölns Trainer Drasko Prodanovic.

Im Kampf um die Play-off-Plätze konnte ratiopharm Ulm seine Ausgangsposition verbessern. Gegen den direkten Konkurrenten Brose Baskets Bamberg siegten die Gastgeber 96:79 und haben mit 24:12 Zählern bereits sechs Punkte Vorsprung auf Verfolger EnBW Ludwigsburg (71:54 gegen die Giants Nördlingen).

Endlich wieder ein Eisbären-Sieg

Die finanziell angeschlagenen Paderborn Baskets (16:18) gewannen gegen die Walter Tigers Tübingen 78:70.

Der Tabellenletzte Eisbären Bremerhaven hofft, dass sich der 96:84 (49:34)-Heimsieg am Sonntag über die Phantoms Braunschweig als Initialzündung erweist.

Die Nordseestädter, für die Craig Callahan (17), Giordan Watson (16), Mike Gansey (13), Eric Osmundson (11) und Yemi Gadri-Nicholson (10) zweistellig punkteten, hatten zuvor 16 mal in Folge verloren und haben mit 4:32 Punkten acht Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.

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