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Das Maskottchen der LTi Giessen 46ers ist seit dem Jahr 2005 der rote Drache Fabius © imago

Nach dem Coup über Ulm stellt das letzte Liga-Gründungsmitglied einen Insolvenzantrag. Auch Trainer Fischer ist überrascht.

München - Die LTi Giessen 46ers haben durch den 72:69 (29:37)-Sieg über Vizemeister ratiopharm Ulm in der Beko BBL für eine handfeste Überraschung gesorgt, eine Pressemitteilung direkt nach der Partie war aber dann der wesentlich größere Aufreger.

Die 46ers stellten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag. Das teilte 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg am Samstagabend mit. Der Antrag könne allerdings jederzeit zurückgenommen werden.

Schelberg hofft, dass noch der "ein oder andere Mosaikstein umgedreht" werden könne. Weitere Details will der Verein auf einer Pressekonferenz am 27. Dezember bekanntgeben.

Der Spielbetrieb des Traditionsvereins soll "aktuell unverändert" weitergehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Coach Fischer ist überrascht

Einmal mehr droht der erste Abstieg der Klubgeschichte.

"Ich weiß zwar, dass wir Probleme mit den Finanzen haben, aber das hier hat mich komplett überrascht", hatte Trainer Mathias Fischer dem "Gießener Sonntag-Morgenmagazin" kurz vor der Begegnung gesagt.

Irritationen bei BBL-Boss Pommer

Die BBL traf die Nachricht ebenfalls völlig unerwartet.

"Wir sind überrascht und irritiert. Noch vor zwei Wochen waren unsere Experten vor Ort und da war unser Eindruck ein deutlich anderer. Deswegen ist das für uns nicht komplett nachvollziehbar", sagte Geschäftsführer Jan Pommer.

Kellerkind Giessen gewann die enge Partie dank einer überragenden Leistung von Spielmacher Achmadschah Zazai, der mit 18 Punkten Topscorer der 46ers war. Center Elvir Ovcina gelang mit zwölf Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double.

Günther und Bryant stark

Dank des überraschenden Erfolgs rückt Giessen auf den vorletzten Tabellenplatz und übergibt die rote Laterne an Ludwigsburg, das gegen die Phantoms Braunschweig mit 75:77 (33:20) verlor.

Bei Ulm überzeugten lediglich Per Günther und John Bryant. Spielmacher Günther kam auf 20 Zähler, Center Bryant erzielte 15 Punkte und neun Rebounds. (STENOGRAMME: 14 Spieltag)

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