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Clif Brown (r.) ist seit Sommer 2008 bei den Göttingern unter Vertrag © getty

Ausverkauftes Haus, 100 Liter Freibier und doch gibt es für die Dragons nichts zu feiern. Göttingen bleibt auf Platz zwei.

München - 100 Mal Bundesliga in Quakenbrück, 100 Mal ausverkauftes Haus, doch zum Jubiläum gab es die achte Niederlage in Folge:

Die Artland Dragons Quakenbrück verpassten am 21. Spieltag der Bundesliga gegen die Telekom Baskets Bonn den ersehnten Erfolg.

Ex-Meister Bamberg musste den Paderborn Baskets ebenfalls den Sieg überlassen und verlor im Kampf um die Playoff-Plätze wichtigen Boden.

"Wir hätten gerne für unsere Fans gewonnen", sagte Dragons-Trainer Thorsten Leibenath nach der 64:72-Pleite gegen Bonn. Im 100. Bundesliga-Spiel seit dem Aufstieg 2003 war die Arena zum 100. Mal mit 3.000 Besuchern ausverkauft.

Es gab 100 Liter Freibier, 100 T-Shirts wurden verschenkt, doch am Ende reichte es wieder nicht zum Sieg.

Rückendeckung für den Coach

"Der Trainer steht nicht zur Disposition", sagte Manager Marko Beens und stärkte dem erst 33 Jahre alten Coach nach der erneuten Pleite den Rücken. In der kommenden Woche soll ein neuer Spielmacher verpflichtet werden, um am Ende doch noch die Playoffs zu erreichen.

Bonns Trainer Mike Koch war derweil sichtlich erleichtert. "Es ist einfach, zu Hause gegen Alba oder Oldenburg zu spielen, weil da alle motiviert sind. Aber gegen Teams, die mit dem Rücken zur Wand stehen, gewinnt man keinen Schönheitspreis", sagte der Coach, dessen Team mit 30:12 Punkten weiter zum Spitzenfeld zählt.

Überragender Rheinländer war Ken Johnson mit 25 Punkten.

Göttingen mit Sieg

Das gilt auch für die BG 74 Göttingen, die bei den Giants Düsseldorf 54:49 (32:32) gewannen und mit 30:8 Punkten Zweiter hinter den Baskets Oldenburg (32:8) sind. (DATENCENTER: Die BBL)

Die Skyliners Frankfurt vergaben ohne drei verletzte Stammspieler die Chance, ganz vorne dran zu bleiben, durch eine 69:74 (31:37)-Heimniederlage gegen ratiopharm Ulm. Beide Klubs haben nun 28:14 Punkten auf dem Konto.

Bamberg muss zittern

Eine überraschende Niederlage kassierten die Brose Baskets Bamberg beim 77:81 zu Hause gegen Paderborn. Nun muss der Ex-Meister wieder um den sicher geglaubten Playoff-Platz zittern.

"Paderborn hat schneller und härter gespielt, dann trifft man auch Würfe, die man normalerweise nicht trifft", sagte Bambergs Coach Chris Fleming.

Paderborns Trainer Doug Spradley freute sich riesig über den Erfolg: "In Bamberg zu gewinnen, ist eine Super-Leistung. Im dritten Viertel wurden unsere Waden schwer, aber am Ende reichte es zum Sieg." Für Paderborn war Steven Wright mit 16 Punkten erfolgreichster Schütze.

Heimerfolg für Phantoms

Die Phantoms Braunschweig feierten dank einer starken Verteidigung einen souveränen 75:60 Heimerfolg gegen Ludwigsburg und steuern weiter dem Saisonziel entgegen.

"Das war ein wichtiger Sieg für uns im Hinblick auf Rang acht für die Playoffs", sagte Braunschweigs Trainer Emir Mutapcic. Sein Team liegt mit 22 Punkten weiter aussichtsreich im Rennen.

Giessen 46ers holen auf

Im Tabellenkeller machten die LTi Giessen 46ers dank des hart erkämpften 82:70-Heimsiegs gegen die Walter Tigers Tübingen wichtigen Boden gut.

Auch TBB Trier siegte in einer kampfbetonten Partie zuhause nach Verlängerung 84:82 gegen die Giants Nördlingen.

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