vergrößernverkleinern
Die Pleite in Ulm war schon Berlins neunte Auswärtsniederlage in dieser BBL-Saison © getty

Nach dem 27. Spieltag ist eines klar: Bamberg sind die Playoffs nicht mehr zu nehmen. Berlin ist mental nicht auf der Höhe.

München - Als die sportliche Talfahrt des Meisters nach fünf Wochen ohne Sieg endlich beendet war, musste Chris Fleming tief durchatmen.

"Den Erfolg haben wir gebraucht, das Erfolgsgefühl war für uns sehr wichtig", sagte der Trainer der Brose Baskets Bamberg nach dem mühelosen 105:54 (50:32) gegen Absteiger Giessen 46ers.

Der Tabellenführer aus Franken erreichte vier Wochen vor dem Ende der Hauptrunde vorzeitig die Playoffs, Gießen steht schon länger als Absteiger fest. Ansonsten gibt es in der Basketball-Bundesliga weiter viele Fragezeichen.

Am Osterwochenende wurde die Tabelle hinter den Bambergern, die zuvor acht Niederlagen in Pflichtspielen in Serie kassiert hatten, noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt.

FCB: Vierte Auswärtsniederlage in Folge

Bayern München (36:22) rutschte nach dem 66:70 (27:34) (Bericht) bei den Artland Dragons aus Quakenbrück von Rang zwei auf vier ab.

Die Gastgeber hatten sich am Samstag für die Niederlage im Spiel um Platz drei beim Top-Four-Turnier um den Pokal revanchiert und den Bayern die vierte Auswärtsniederlage in Serie zugefügt.

Dafür erhielten die Niedersachsen von Bayern-Coach Svetislav Pesic Lob: "Sie haben eine unglaubliche Defense gespielt. So eine Defense habe ich noch nicht gesehen, und ich bin ein erfahrener Trainer."

Auf Rang zwei schob sich Ex-Meister EWE Baskets Oldenburg mit einem 88:79 (45:39) gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg. Neuer Dritter ist ratiopharm Ulm (36:18). Der Vizemeister feierte genau eine Woche nach der Niederlage im Pokalfinale gegen ALBA Berlin einen 92:73 (56:34)-Erfolg über den Hauptstadtklub. (STENOGRAMME: Der 29. Spieltag)

Ulm glückt Revanche gegen ALBA

"Es ist nicht selbstverständlich, dass man nach einer so bitteren Niederlage im Pokalfinale mit diesem Willen und Ehrgeiz zurückkommt", sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath: "Ich bin sehr beeindruckt."

Berlins Coach Sasa Obradovic bemängelte die fehlende Konzentration seines Teams, allerdings hätten mehrere Erkrankungen die "Albatrosse" zurückgeworfen.

"Wir stecken nach dem Pokalsieg physisch und auch mental in einem Loch. Von Beginn an hat Ulm das ausgenutzt und sich mit einfachen Punkten Selbstbewusstsein geholt", sagte Obradovic.

Saisonfinale verspricht Spannung

Aktuell müsste Berlin in der ersten Playoff-Runde gegen Bayern München antreten, Bamberg würde im fränkischen Derby auf Würzburg treffen - dass es dabei bleibt, ist aber eher unwahrscheinlich.

Zu oft wurde die Tabelle in den vergangenen Wochen durch Überraschungssiege durcheinandergewirbelt.

Außerdem bleibt es hinter Bamberg eng. Zwischen Platz zwei und zehn liegen gerade fünf Siege.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel