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Julius Jenkins (l.) wurde vergangene Saison mit Bamberg Deutscher Meister und Pokalsieger © getty

Oldenburg mausert sich vom Außenseiter zum Meisterschaftskandidaten. Bauermann ahnte dies bei SPORT1 bereits zu Saisonbeginn.

München - Wenn vor der Saison über die Favoriten geredet wurde, waren sie nie dabei. Bamberg, ALBA, Bayern, Ulm - das waren die großen Vier.

Erst dahinter kamen die Oldenburger als Geheimfavorit. Bayerns ehemaliger Trainer Dirk Bauermann bezeichnete den Meister 2009 bei SPORT1 als "Dark Horse", den Außenseiter, der alle überraschen kann.

34 Ligaspiele später, darunter jeweils zwei Siege gegen München und Berlin, haben sie bewiesen, dass sie es können. Oldenburg mischt im Konzert der großen Vier mit.

Mit dem deutlichen 90:59-Sieg gegen die bereits als Absteiger feststehenden Gießener machten die Niedersachsen den Einzug in die Playoffs als zweitbestes Team hinter Titelverteidiger Bamberg perfekt (BERICHT: Oldenburg sichert sich Platz zwei).

Playoff-Gegner wird ermittelt

"Ich freue mich sehr über unseren zweiten Tabellenplatz. Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass wir dieses Spiel gewinnen werden", sagte Trainer Sebastian Machowski, dessen Team zur Pause nur mit drei Punkten in Führung lag, "die Spieler haben damit aber bis in die zweite Halbzeit gewartet."

Der Gegner der ersten Runde steht noch aus. Bonn (gegen Bayern), Würzburg (gegen Bamberg), Hagen (gegen den MBC) und Tübingen (in Ulm) spielen die Plätze sieben und acht unter sich aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Neues Wohnzimmer eingeweiht

Aber egal, gegen wen es zum Auftakt am 5. Mai geht, die Fans werden die neue EWE Arena in einen Hexenkessel verwandeln.

Am vergangenen Samstag weihten die Oldenburger ihr "neues Wohnzimmer", wie Coach Machowski die Halle bezeichnete, vor 6000 Zuschauern standesgemäß mit einem Sieg ein - gegen Bonn, nach jetzigem Stand Gegner in der ersten Playoffrunde.

"So etwas hätte ich vor elf Jahren nicht für möglich gehalten", sagt Co-Trainer Ralph Held, "diese Entwicklung ist einfach unfassbar."

BBL-erfahrene Neuzugänge

Aber auch die Mannschaft hat nach der enttäuschenden letzten Saison, als die Playoffs als Zehnter verpasst wurden, eine Entwicklung durchgemacht.

Mit Machowski wurde ein neuer Coach aus Braunschweig geholt, der seine erste Saison in Oldenburg gleich mit der Auszeichnung zum Trainer des Jahres krönte.

Dazu verstärkten BBL-erfahrene Akteure wie Konrad Wysocki, Adam Chubb, Chris Kramer, Dru Joyce oder Julius Jenkins die EWE Baskets.

Vor dem K.o.-Runden-Start steht für die Machowski-Truppe aber noch ab Freitag das Final Four der EuroChallenge in Izmir auf dem Programm.

Bamberg stottert

Während die Oldenburger auf einer Erfolgswelle reiten, kommt Meister Bamberg auch im Saisonendspurt nicht recht in Tritt.

Bei den Eisbären Bremerhaven kassierten die Franken mit dem 89:94 nach Verlängerung bereits ihre achte Saisonniederlage in der Beko BBL - so viele wie in den letzten beiden Spielzeiten zusammen nicht.

"Bremerhaven hatte zurecht die Nase vorn", analysierte Coach Chris Fleming die Leistung des Vorrunden-Primus'. "Vor allem mit unserem Defensivverhalten war ich nicht einverstanden."

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