Die Skyliners und Ludwigsburg machen im direkten Duell den Abstieg unter sich aus. Idol Roller macht Frankfurt bei SPORT1 Mut.

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Von Hardy Heuer und Katharina Blum

München - Es ist das Endspiel um den Klassenerhalt in der Beko BBL:

Die Fraport Skyliners empfangen am 34. Spieltag die Neckar Riesen Ludwigsburg (Sa., ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) im Alles-oder-Nichts-Spiel.

Der Verlierer der Partie muss den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

"Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist ein Do or die-Spiel. That's it", erklärt Riesen-Headcoach John Patrick kurz und knapp.

Sein Frankfurter Gegenüber Muli Katzurin sieht es ähnlich: "Alle Spieler wissen genau, worum es geht." Es geht um alles.

Abstieg eine Überraschung

Mit 13 Siegen und 26:40 Punkten belegt Katzurins Team Platz 16, Ludwigsburg steht mit 12 Erfolgen und 24:42 Punkten knapp dahinter auf Rang 17. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Da Frankfurt den direkten Vergleich verlieren würde, wäre der Abstieg bei einer Pleite besiegelt.

Dieser wäre eine riesige Überraschung, schließlich war das ehemalige Team von SPORT1-Experte Pascal Roller 2004 Deutscher Meister, 2010 immerhin Vize-Meister und Vize-Pokalsieger.

"Ich leide mit. Sehr sogar. Der Abstieg würde mich sehr hart treffen", sagt das Skyliners-Idol.

Alter Ruhm zählt nichts

Für den Absturz hat er eine Reihe von Gründen ausgemacht, die in den vergangenen zwei, drei Jahren ihren Teil dazu beigetragen haben: die nicht gerade rosige finanzielle Situation nach dem Absprung eines Premiumpartners sowie Probleme mit der Vermarktung, weshalb es an Kontinuität mangelte. Dazu noch Verletzungen und viele Wechsel in der Saison.

Erfolge aus der Vergangenheit zählen am Samstag ohnehin nicht, nach 14 Jahren Bundesligazugehörigkeit wäre es der erste Abstieg für Frankfurt.

"Die Karten werden komplett neu gemischt, die Vorgeschichte ist völlig egal. Für beide Teams wird es eine enorme Drucksituation sein." Anfang der Woche hat Roller sein Ex-Team beim Training besucht. Die Eindrücke dort haben ihn positiv gestimmt: "Alle waren sehr konzentriert und sind sich der Situation bewusst. Keiner hat sich aufgegeben."

Kritik von Katzurin

Trainer Katzurin hatte nach der 70:78-Pleite am Wochenende indes an der Einstellung gezweifelt, das Team scharf kritisiert, den Spielern Einsatzbereitschaft, Willen und Cleverness abgesprochen.

"Ich glaube, das war eine gewisse Taktik von ihm, um den Jungs bewusst zu machen, dass jetzt nur noch der pure Wille und Kampfgeist zählt", vermutet Roller.

Ein Sieg für die Fans

Seinen Siegeswillen hat vor dem Abstiegsthriller zumindest schon Forward LaQuan Prowell bekundet: "Die Fans geben uns einen Extra-Grund für sie zu spielen, es geht nicht nur um das Team und die einzelnen Spieler. Wir wollen für die Fans gewinnen."

Um den Fans den Wunsch vom ersehnten Klassenerhalt zu erfüllen, braucht es vor allem eine gute Leistung in der Defensive.

"Insgesamt haben wir wohl die beste Defensive der ganzen Liga. Darauf müssen wir stolz sein und positiv aufbauen. Wir wissen, was wir können", erklärt Katzurin.

Gibson wieder zurück

Was sie können, haben sie vor allem bei ihrem starken Zwischenspurt im Februar und März gezeigt, mit sechs Siege in sieben Partien. Dieses Hoch nach der verkorksten Hinrunde wurde durch die schwere Erkrankung von Aufbauspieler Dawan Robinson (Lungenembolie) gestoppt.

Im April gewann Frankfurt nur eines von vier Spielen. Gegen Ludwigsburg soll mit Devin Gibson wenigstens der zweite etatmäßige Aufbauspieler nach Verletzungspause zurückkehren.

Frankfurts Coach versucht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: "Am Ende des Tages geht es nur um Basketball. Wir konzentrieren uns einfach nur auf Basketball und versuchen alles andere auszublenden."

Kampf um die Playoffs

Das müssen auch die Mannschaften machen, die noch um die letzten beiden verbliebenen Playoff-Plätze kämpfen. -

Die Telekom Baskets Bonn als Achter und die s. Oliver Baskets Würzburg als Neunter haben vor dem letzten Spieltag die beste Ausgangsposition und können mit einem Sieg den Playoff-Einzug perfekt machen.

Bonn und Würzburg vor schwierigen Aufgaben

Allerdings haben die beiden Teams schwere Brocken vor sich: Bonn empfängt den FC Bayern, Würzburg muss gegen die Brose Baskets Bamberg ran (ab 20 Uhr LIVESCORES).

Phoenix Hagen und die Walter Tigers Tübingen wollen ebenfalls auf den Playoff-Zug aufspringen, müssen aber auf einen Ausrutscher der Konkurrenten hoffen.

Während Hagen mit dem Mitteldeutschen BC eine machbare Aufgabe vor sich hat, muss Tübingen zum Tabellendritten ratiopharm Ulm.

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