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Yassin Idbihi (l.) versucht, DaShaun Wood (M.) und Tyrese Rice auseinander zu halten © imago

Nach der zweiten Pleite gegen Bayern steht Berlin vorm Playoff-Aus, muss die Stärke des ungeliebten Emporkömmlings anerkennen.

München - Die bittere Pleite gegen den ungeliebten Emporkömmling hat den einstigen Platzhirsch in einen kollektiven Schockzustand versetzt:

Mit Handtüchern über ihren gesenkten Köpfen schlichen die Basketballer von ALBA Berlin aus der eigenen Halle, selbst dem sonst so impulsiven Trainer Sasa Obradovic schienen die Worte zu fehlen.

Tief saß die Enttäuschung über das 73:79 (34:31) gegen den FC Bayern München und den möglicherweise vorentscheidenden 0:2-Rückstand (Bericht) im Viertelfinale der Playoffs in der Beko BBL.

"Sie waren als Team einfach besser, wir waren zu emotional. In den Momenten, in denen man ruhig sein muss, waren wir zu hektisch", sagte Obradovic, der für seine Kabinenansprache nach dem Spiel nur wenige Sekunden benötigte.

ALBA vor dem Aus

"Das Ergebnis war, dass wir uns in eine Situation gebracht haben, in der wir das Spiel nicht gewinnen konnten", so das Fazit.

Bereits am Sonntag (14 Uhr) kann das Münchner Team von Svetislav Pesic vor heimischer Kulisse die Double-Träume des Pokalsiegers beenden und den ersten eigenen Halbfinaleinzug perfekt machen.

Für den erfolgverwöhnten Berliner Verein wäre es bereits das zweite Viertelfinal-Aus in Folge - eine eigentlich unvorstellbare Vorstellung. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Playoffs)

Idbihi übt Zweckoptimismus

"Ich habe schon so viele Playoffs erlebt, man muss einfach jedes Spiel einzeln sehen. Wir leben jetzt von Tag zu Tag", sagte Nationalspieler Yassin Idbihi.

Doch etwas anderes als Zweckoptimismus bleibt den Berlinern auch nicht übrig.

Eine weitere Niederlage - und die Saison ist vorbei. (SERVICE: Das Playoff-Tableau)

Verbale Scharmützel

Und das womöglich ausgerechnet gegen die Münchner, mit denen sich ALBA mehrmals während der laufenden Saison verbale Scharmützel geliefert hatte. (SERVICE: Die Stenogramme der Viertelfinals)

Besonders vor dem Aufeinandertreffen im Pokal-Halbfinale, das damals allerdings ALBA gewann - und anschließend die vier Jahre dauernde titellose Zeit beendete.

"Die Bayern haben in der Neuzeit noch nichts gewonnen. Und noch nicht gezeigt, dass sie nachhaltig an der Spitze bleiben können", hatte ALBAs Aufsichtsratschef Axel Schweitzer gestichelt.

[kaltura id="0_581a2qj7" class="full_size" title="ALBA Berlin - FC Bayern: Highlights von Spiel 2"]

Wood und Rice geraten aneinander

Am Sonntag könnten die Münchner mit Taten darauf antworten. Die Brisanz war bereits in Duell zwei deutlich zu spüren.

Den "Höhepunkt" der ruppigen Partie bildete eine Auseinandersetzung zwischen dem Berliner DaShaun Wood und Topscorer Tyrese Rice (21 Punkte).

Gegen beide wurden Strafen wegen unsportlichen Verhaltens verhängt.

Ulm besiegt die Dragons

Ebenfalls mit 2:0 in Führung ging Vizemeister ratiopharm Ulm gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück.

Das 85:90 (43:41) war für das Team des scheidenden Trainers Stefan Koch bereits die fünfte Niederlage in Serie gegen Ulm.

Überragend bei den Gästen waren Aufbauspieler Allan Ray (30 Punkte) und Nationalspieler Per Günther, der mit 35 Zählern einen persönlichen Rekord aufstellte.

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