Hagen ringt im packenden Spiel 2 Bamberg nieder und gleicht aus. Hess läuft aus der Distanz heiß. Bonn stoppt Oldenburg.

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Hagen - Phoenix Hagen ist im Playoff-Viertelfinale der Beko BBL gegen den Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg eine faustdicke Überraschung gelungen.

In Spiel zwei der best-of-five-Serie lieferte sich der Underdog ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Hauptrunden-Ersten und feierte am Ende einen verdienten 95:89 (46:51)-Sieg.

Vor dem dritten Spiel in Bamberg am Sonntag (19.30 Uhr) glich Hagen damit zum 1:1 aus.

Gleiches gelang den Telekom Baskets Bonn, die ihren Heimvorteil nutzten und den Vorrundenzweiten EWE Baskets Oldenburg mit 88:80 (49:34) besiegten.

Phoenix mit Dreierhagel

In Hagen starteten die Gastgeber mutig gegen den Favoriten. Der überragende Adam Hess führte den Hauptrunden-Achten mit drei Drei-Punkte-Würfen zur 23:20-Führung nach zehn Minuten.

Bamberg übernahm danach durch Bostjan Nachbar (insgesamt 19 Punkte) und Anton Gavel (21) zwar das Zepter, konnte Hagen jedoch nicht entscheidend abschütteln.

Hagen zieht seine Lehren

Gavels letzter Wurf aus der Distanz, der fünf Sekunden vor Schluss das 92:93 gebracht hätte, wurde von Davin White abgeblockt.

Der Hauptrunden-Achte schien aus Spiel eins (74:99) gelernt zu haben, in dem das Team von Trainer Ingo Freyer lange mit Bamberg mitgehalten hatte, im letzten Viertel jedoch total eingebrochen war. (SERVICE: Das Playoff-Tableau)

Hagen drehte nochmals auf und übernahm ab Ende des dritten Viertels dank Davin White (11) und David Bell (14) erneut die Führung, die Dorris Mark mit einem Dunking drei Sekunden vor Schluss krönte. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Playoffs)

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Forward Hess glücklich

"Ich bin sehr zufrieden und stolz auf unsere Mannschaft. Die anderen Teams denken immer, wir haben keine Verteidigung, aber das stimmt nicht", sagte Forward Adam Hess, mit insgesamt 28 Punkten Mann des Spiels.

"Das nächste Spiel in Bamberg wird trotzdem schwer. Für die Trainer wird das ein bisschen wie Schach", sagte der 32 Jahre alte Amerikaner mit Blick auf die dritte Partie der Serie, die durch das 1:1 mindestens bis zur vierten Partie gehen wird.

Bonn zurück in der Serie

Der fünfmalige Vizemeister Bonn setzte sich klar gegen Oldenburg durch. Am Sonntag hatte Oldenburg zum Auftakt mit 78:66 gewonnen.

Bester Werfer im zweiten Spiel war Oldenburgs Robin Smeulders mit 19 Punkten, aufseiten der Bonner war Kyle Weems mit 15 Zählern am erfolgreichsten.

Das nächste Spiel steigt am Samstag (18 Uhr) in Oldenburg.

Bayern und Ulm auf Kurs

Vorzeitig Kurs auf das Halbfinale haben dagegen Bayern München und Ratiopharm Ulm genommen. (SERVICE: Die Stenogramme der Viertelfinals)

Die Münchener führen in der Serie gegen Ex-Champion ALBA Berlin dank eines 79:73 im zweiten Spiel mit 2:0 (Bericht).

Auch Ulm kann nach einem 90:85 gegen die Artland Dragons im dritten Spiel am Samstag (15 Uhr) in eigener Halle bereits alles klar machen.