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Immanuel McElroy zieht an Clif Brown und Kyle Bailey (r.) vorbei © getty

Mit dem Sieg im Topspiel nehmen die Berliner Kurs aufs Double. Oldenburg erobert die Spitze. Das Giants-Duell ist denkbar knapp.

Berlin - MEG Göttingen von der Tabellenspitze gestürzt und Kurs auf das Double genommen:

Eine Woche nach dem Pokalsieg hat der Deutsche Meister Alba Berlin seine Titelambitionen in der Bundesliga mit einem eindrucksvollen 74:66-Auswärtserfolg im Spitzenspiel in Göttingen untermauert und dabei seine Klasse demonstriert.

Der Auftritt der "Albatrosse" nötigte sogar BG-Trainer John Patrick Respekt ab: "Sie haben heute wie ein Meister gespielt."

Die Berliner sind in der Tabelle zwar nur Vierter, haben aber drei Partien weniger als der neue Spitzenreiter EWE Baskets Oldenburg, der 90:83 bei EnBW Ludwigsburg gewann.

"40 Minuten voller Kampf und Einsatz"

"Wir wollen uns in eine gute Position für die Playoffs bringen. Ich gratuliere meinen Spielern, dass sie mit dem Druck gut umgegangen sind", meinte ALBA-Trainer Luka Pavicevic.

Sein Team spielte auch in der fünften Partie binnen zehn Tagen munter auf und sicherte den dritten Sieg (zwei im Pokal).

Nur die beiden Euroleague-Spiele gegen Barcelona und gegen Tel Aviv gingen verloren. "Es waren 40 Minuten voller Kampf und Einsatz", lobte Pavicevic, der in Julius Jenkins mit 16 Punkten seinen besten Punktelieferanten hatte. (Die Stenogramme des 24. Spieltags)

Erste Heimschlappe seit September

BG-Trainer Patrick, dessen Team zuvor bei elf Heimauftritten in Serie ungeschlagen geblieben war, erkannte neidlos an: "ALBA hat sehr diszipliniert gespielt. Sie waren gut auf unseren Druck vorbereitet."

Für Göttingen war es die erste Niederlage im Lokschuppen seit dem 21. September 2008.

Oldenburg eroberte derweil dank eines Kraftaktes in Ludwigsburg die Tabellenspitze zurück, hat allerdings eine Partie weniger auf dem Konto als die Göttinger.

Bonn übermüdet ins Rhein-Derby

Selbst ein zwischenzeitlicher 25-Punkte-Rückstand (13:38/12. Minute) konnte das Team von Trainer Predrag Krunic nicht aus der Ruhe bringen.

"Nachdem wir erst im zweiten Viertel unseren Rhythmus gefunden hatten, haben wir im zweiten Durchgang unsere Sache deutlich besser gemacht und so am Ende verdient gewonnen", bilanzierte Krunic und Co-Trainer Ralph Held ergänzte: "Der Schlüssel war unsere Steigerung in der Verteidigung."

Im rheinischen Derby am Sonntagabend kamen die müden Telekom Baskets Bonn im dritten Pflichtspiel binnen acht Tagen bei den Köln 99ers unter die Räder. Der Vize-Pokalsieger, der zwischenzeitlich sogar mit 20 Punkten zurücklag, verlor beim abstiegsbedrohten Lokalrivalen überraschend deutlich mit 74:87, bleibt aber Tabellendritter.

Dragons mitten im Abstiegskampf

Während die Skyliners Frankfurt den Sprung auf den vierten Tabellenrang nach einer 72:83-Niederlage bei den Baskets Paderborn verpassten, gelang ratiopharm Ulm im Kampf um die weiteren Play-off-Plätze gegen die Artland Dragons Quakenbrück ein zäher 77:70-Heimerfolg und damit der 15. Sieg der laufenden Spielzeit. Quakenbrück ist dagegen nach der 14. Saisonniederlage mittendrin im Abstiegskampf. (Der 24. Spieltag)

Ex-Meister Brose Baskets Bamberg hält nach einem 75:56-Auswärtserfolg bei den Walter Tigers Tübingen genau wie TBB Trier nach dem 69:64 gegen die Phantoms Braunschweig ebenfalls Anschluss an die Playoff-Plätze.

Im Duell der "Riesen" kamen die Giants Düsseldorf unterdessen zu einem denkbar knappen 78:77-Erfolg bei den Giants Nördlingen und verbuchten damit zwei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Gleiches galt für Schlusslicht Eisbären Bremerhaven, das sich im engen Kellerduell gegen LTi Giessen 46ers mit 76:75 durchsetzte und damit den vierten Saisonsieg feierte.

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