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Bonns Spielmacher E. J. Rowland kam in Ulm nur auf sechs Punkte und drei Assists © getty

Der Vizemeister patzt in Ulm. Köln verliert trotz Trainerwechsels beim Schlusslicht. Die Dragons erstellen eine gewagte Rechnung.

Berlin - Die Telekom Baskets Bonn haben am 26. Spieltag der Bundesliga einen herben Dämpfer im Kampf um eine Spitzenposition erhalten.

Der Vizemeister verlor bei ratiopharm Ulm deutlich mit 63:79 (33:30) und verpasst den Sprung auf Platz drei.

Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg und Verfolger ALBA Berlin haben dagegen Nervenstärke bewiesen (ALBA und Oldenburg im Gleichschritt voran): Oldenburg verteidigte durch ein 61:56 bei den Giants Nördlingen und mit nun 40:10 Punkten erfolgreich die Pole Position.

"Schlitzohrig und stabil"

ALBA (36:10) feierte mit dem 74:68 bei den Paderborn Baskets den fünften BBL-Sieg in Folge (Titelverteidiger Berlin holt auf) und bleibt mit zwei Spielen Rückstand erster Verfolger.

"Wir wussten, dass Paderborn immer sehr hart, schlitzohrig und stabil spielt - das haben wir sehr gut angenommen, außerdem sind wir cleverer aufgetreten", sagte Alba-Coach Luka Pavicevic.

Beim Titelverteidiger und Pokalsieger überragte einmal mehr Vorjahres-"MVP" Julius Jenkins mit 16 Punkten und fünf Assists.

Finn und Allen mit Double-Doubles

In Ulm wurde Sean Finn mit einem Double-Double (21 Punkte, 10 Rebounds) zum Matchwinner für die Gastgeber, die mit nun 34:16 Punkten den fünften Platz behaupteten.

Die nun punktgleichen Bonner kamen nur im ersten Viertel auf 18 Punkte und verloren durch eine 3:16-Serie im dritten Abschnitt den Anschluss.

Der TBB Trier bleibt nach dem 78:70 (41:41)-Heimsieg über die Frankfurt Skyliners als Neunter in Schlagdistanz zu den Playoff-Rängen.

Den sechstplatzierten Frankfurtern genügten 29 Punkte und 10 Rebounds von Derrick Allen ebenso wenig zum Erfolg wie das bemerkenswerte Comeback von Lorenzo Gordon, der nach seiner Nervenverletzung in der Schulter 14 Punkte und neun Rebounds beisteuerte.

Leibenaths Hochrechnung

Im Kampf um den Playoff-Einzug verbuchte EnBW Ludwigsburg einen 72:69-Erfolg gegen die Artland Dragons Quakenbrück und rückte mit nun 24:28 Punkten bis auf zwei Zähler an den achten Tabellenplatz heran. (DATENCENTER: Die Bundesliga)

Quakenbrück (20:30) muss dagegen seine Playoff-Ambitionen allmählich ad acta legen. "Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Von den letzten neun Spielen müssen wir acht gewinnen", sagte Dragons-Trainer Thorsten Leibenath.

Hoffnungen auf die Meisterrunde machen sich auch noch die Walter Tigers Tübingen (22:28), die gegen die Phantoms Braunschweig 87:83 gewannen.

Eisbären vermiesen Kukic-Debüt

In Köln nimmt dagegen das Abstiegsszenario Formen an: Einen Tag nach dem Rauswurf von Head Coach Drasko Prodanovic (99ers feuern Prodanovic) verloren die 99ers beim Schlusslicht Eisbären Bremerhaven 73:84 (31:36).

Beim Trainerdebüt von Zoran Kukic setzte es die sechste Schlappe im siebten Spiel - trotz 18 Punkten von Edin Bavcic und 15 von All-Star Robert Turner.

Die Kölner rutschen mit nun 14:36 Punkten auf den vorletzten Tabellenplatz, die Eisbären (10:40) haben wieder Anschluss gefunden.

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