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Die Skyliners haben nun fünf ihrer letzten sieben BBL-Partien verloren © intern

Die Franken bleiben Frankfurts Angstgegner und rücken heran. Bonn schließt zu Göttingen auf, in Köln entscheidet ein Tip-In.

München - Die Brose Baskets Bamberg kommen rechtzeitig vor den Playoffs ins Rollen.

Der Meister von 2005 und 2007 landete am 27. Spieltag der BBL beim 67:60 (37:31) in Frankfurt den fünften Sieg in Folge und festigte seinen Ruf als Angstgegner der Hessen. (DATENCENTER: Die Bundesliga)

Die Skyliners, die als Tabellensechster nun nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Bamberg haben, warten seit vier Jahren auf einen Erfolg gegen die Hessen.

Garrett ganz treffsicher

Vor 5000 Zuschauern in der Ballsporthalle setzten sich die Gäste durch einen 17:4-Lauf in der ersten Spielhälfte auf 35:25 ab, doch Mitte des dritten Viertels wendete Frankfurt das Blatt zum 41:39.

Ein 10:0-Zwischenspurt der Brose Baskets zu Anfang des letzten Abschnitts zum 60:49 brachte dann die Entscheidung.

Nationalspieler Robert Garrett verwandelte sechs seiner acht Würfe, darunter drei Dreier, und war mit 18 Punkten Bambergs Matchwinner. Auf der Gegenseite war Lorenzo Gordon (19 Punkte) bester Werfer. (Stenogramme 27. Spieltag)

ALBA will die Pole Position

Auch Meister ALBA Berlin ist weiter auf dem Vormarsch.

Nur noch zwei Punkte trennen die "Albatrosse" nach dem allerdings mühevollen 88:78 (43:45) gegen Aufsteiger Giants Nördlingen von Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg, der ohne Probleme mit 91:66 (48:28) bei TBB Trier gewann.

"Wir wollen die beste Ausgangsposition für die Playoffs", forderte Alba-Coach Luka Pavicevic nach dem 20. Saisonsieg (40:10 Punkte) dank der Treffsicherheit von Casey Jacobson und Julius Jankins (beide 22 Punkte) vor 8277 Zuschauern in der Berliner Arena.

Showdown in Berlin

"Und wir wollen unsere Spitzenposition erfolgreich verteidigen", konterte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic. Welche der beiden Mannschaften von Position eins in die Playoffs geht, wird sich vermutlich erst im direkten Duell am letzten Spieltag der Hauptrunde am 9. Mai in Berlin entscheiden.

Weitere vier Zähler hinter dem Spitzenduo kämpfen MEG Göttingen, die Telekom Baskets Bonn und ratiopharm Ulm um die beste Ausgangsposition für den Saisonendspurt.

"Das Spiel hatte bereits Playoff-Charakter", stellte Bonns Coach Michael Koch nach dem wichtigen 82:68 (42:37) im Verfolgerduell gegen Göttingen fest. Brandon Bowman legte vor 5470 Zuschauern mit 25 Punkten den Grundstein zum Bonner Sieg. (Bonn klarer Sieger im Verfolgerduell)

Köln verliert den Krimi

Eine große Portion Glück benötigten hingegen die Ulmer beim 80:78 (42:41) bei den abstiegsbedrohten Köln 99ers (14:38). Erst in der Schlusssekunde besiegelte Sean Finn in einem spannenden Krimi mit einem Tip-In den Ulmer Auswärtserfolg und gleichzeitig die vierte Niederlage der Gastgeber in Folge.

"Wir haben alles versucht und hart gearbeitet. Kleinigkeiten haben am Ende den Unterschied gemacht", resümierte der Kölner Coach Zoran Kukoc.

Der ehemalige Co-Trainer hatte erst eine Woche zuvor die Nachfolge des entlassenen Drasko Prodanovic angetreten.

Giessen nutzt die Chance nicht

Punktgleich mit den Kölnern belegen die LTi Giessen 46ers derzeit den 17. Tabellenplatz.

Die Hessen konnten jedoch die Heimniederlage des direkten Konkurrenten nicht nutzen und verloren selbst in eigener Halle mit 71:78 (35:41) gegen EnBW Ludwigsburg.

"Dennoch war es eine akzeptable Leistung meiner Mannschaft", resümierte Trainer Vladimir Bogojevic, der den kommenden beiden Heimspielen gegen Aufsteiger Nördlingen und die Brose Baskets Bamberg vorentscheidenden Charakter beimisst.

Giants und Dragons siegen

Auch Schlusslicht Bremerhaven verpasste den greifbaren Sieg: Die Eisbären verloren trotz 20 Punkten und 10 Rebounds von Craig Callahan mit 85:92 (31:40, 76:76) nach Verlängerung gegen die Walter Tigers Tübingen und haben mit 10:42 Punkten weiterhin vier Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Tübingen verdankte den zwölften Saisonsieg vor allem dem Kanadier Jermaine Anderson (23 Punkte).

Die Giants Düsseldorf siegten mit 74:72 (47:36) gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig und die Artland Dragons Quakenbrück mit 77:73 (41:41) gegen die Paderborn Baskets.

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