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Steffen Hamanns Richtung ist klar: Der dritte Meistertitel nach 2005 und 2007 soll her © getty

Die Berliner wollen durch einen Sieg gegen Bamberg das Ticket für die K.o.-Runde buchen. Hamann steht vor einer harten Aufgabe.

München - Wenn die Brose Baskets am Samstag (19 Uhr LIVESCORES) in die O2 World nach Berlin kommen, wird es für zwei Spieler ein ganz besonderes Gefühl sein.

Die "Albatrosse" Steffen Hamann und Casey Jacobsen treffen auf ihren Ex-Verein, mit dem sie in der Saison 2007 Deutscher Meister geworden sind. Hamann gelang dies auch 2005.

Und nicht nur das. Der gebürtige Bamberger Steffen Hamann spielte bis auf eine kurze Auszeit in der italienischen Liga bei Fortitudo Bologna ausschließlich in seiner Heimat.ca

Berlin ist kein unbekanntes Pflaster

Aber auch mit Berlin verbinden ihn schon einige Erlebnisse: 1999 spielte Steffen Hamann zum ersten Mal in der Hauptstadt ? und trat die Heimreise mit einer 51:95-Niederlage an. Die höchste, die die Brose Baskets je gegen ALBA kassiert haben.

Nur fünf Jahre später feierte der damals 23-Jährige in der Berliner Max-Schmeling-Halle seinen großen Durchbruch.

Er führte Bamberg mit 25 Punkten und fünf Assists zum 93:68-Sieg über ALBA im fünften Playoff-Halbfinale.

Aus der NBA zum Titel

Der US-Amerikaner Casey Jacobsen hat eine weniger ausgeprägte persönliche Bindung zu Bamberg oder Berlin, dennoch machte er mit zahlreichen NBA-Engagements in Deutschland von sich reden.

Das erkannten die Bamberger Offiziellen auch und verpflichteten ihn mitten in der Saison 2006/07. Dieser Zug zahlte sich bereits wenige Monate später mit dem Meistertitel aus.

Aber nicht nur die sportliche und persönliche Nähe zu Bamberg, sondern auch das Ziel, sich mit einem Sieg vorzeitig für die Playoffs zu qualifizieren, ist für beide Spieler Motivation pur.

Abstand gewinnen

Für Bamberg sind die zwei Punkte nicht weniger wichtig. Mit einem Sieg könnten sie sich ein kleines Stück von ihren direkten Tabellen-Nachbarn absetzen und damit den Abstand zum achten und damit letzten Playoff-Platz auf vier Zähler vergrößern.

Obwohl sich die "Albatrosse" mit ihren Fans und sieben Bundesliga-Siegen in Folge im Rücken als Favorit sehen, wird es ein hartes Stück Arbeit. Das Hinspiel in Bamberg verlor ALBA mit 59:71. Dass die Berliner sich dafür revanchieren wollen ist klar.

Hamann formulierte es so: "Wir brennen natürlich alle schon darauf, den Spieß in unserer Halle umzudrehen".

Verstärkung für die Franken

Aber die Personalien sprechen eher für die Brose Baskets. Deren Serie von fünf Siegen riss zwar am Mittwoch beim 58:61 gegen Tabellenführer Oldenburg. Dafür feierte Nationalcenter Tim Ohlbrecht sein Comeback.

Und im Gegensatz zum Hinspiel gegen Berlin bekommen sie Verstärkung auf der Spielmacherposition durch den wieder genesenen John Goldsberry und den Neuzugang Dan Dickau.

Das beudetet Schwerstarbeit für ALBA, insbesondere für Steffen Hamann. Vor allem, weil Rashad Wright fehlt. Aber Hamann gibt sich zuversichtlich: "Auch bei den Bambergern können ja immer nur fünf Spieler gleichzeitig auf dem Parkett stehen".

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