vergrößernverkleinern
Der routinierte Forward Predrag Suput erzielte 23 Punkte für Bamberg © getty

ALBA kassiert gegen Bamberg die erste Heimpleite. Paderborn verliert und kämpft ums Überleben. Tübingen siegt im Derby-Krimi.

München - Alba Berlin hat im Kampf um die Pole Position für den Start in die Playoffs eine bittere Bauchlandung erlitten.

Nach zuletzt sieben Siegen in Folge kassierten die "Albatrosse" mit dem 62:72 (34:36) gegen die Brose Baskets Bamberg am 29. Spieltag der Basketball-Bundesliga (BBL) zugleich ihre erste Saisonniederlage in heimischer Halle. (Erste Heimniederlage für ALBA)

Nichts war es für den Pokalsieger im 13. Heimspiel mit der angekündigten Revanche für die bisher höchste Niederlage der laufenden Spielzeit (59:71) im Hinspiel in Bamberg. Die anderen Spitzenteams gaben sich dagegen am Sonntag keine Blöße.

Predrag Suput überragend

ALBA hat nun sechs Pluspunkte Rückstand auf Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg, der sich im Niedersachsen-Derby klar mit 68:55 (35:24) gegen die Phantoms Braunschweig durchsetzte, aber bereits zwei Spiele mehr als Titelverteidiger Berlin ausgetragen hat.

"Wir hatten von Beginn an Probleme, unser Spiel zu etablieren und haben in bestimmten Situationen nicht die richtige Antwort gefunden", klagte Alba-Coach Luka Pavicevic nach der insgesamt sechsten Saisonniederlage vor 11.207 Zuschauern und 23 Punkten des überragenden Bambergers Predrag Suput.

Göttingen und Bonn bleiben dran

Die Verfolger MEG Göttingen und Telekom Baskets Bonn rückten näher an ALBA heran. Die Göttinger besiegten Schlusslicht Eisbären Bremerhaven mit dank 21 Punkten von Jacobson mit 89:73 (40:27) und weisen nun 40:14 Punkte auf.

Mit 38:18 Zählern folgt Vizemeister Bonn, der gegen die Paderborn Baskets dank eines 11:0-Zwischenspurts nach der Halbzeit mit 77:68 (36:37) gewann. Neben Winsome Frazier (14) punkteten vier weitere Akteure in Magenta zweistellig.

Paderborn soll das Handtuch werfen

Der mögliche Sprung in die Playoffs würde die Verantwortlichen der achtplatzierten Paderborner in ein Dilemma stürzen, da das finanzielle Überleben der Ostwestfalen angeblich vorerst nur bis Ende April gesichert ist, die Playoffs aber erst Mitte Mai starten.

Im Falle des wirtschaftlichen Zusammenbruchs würde der Paderborner Gegner kampflos ins Halbfinale einziehen. Der BBL wäre es deshalb lieber, die Baskets würden vorher das Handtuch werfen und der Tabellenneunte ihren Playoff-Platz einnehmen.

Derby mit eigenen Regeln

Überraschend kam die Heimniederlage von ratiopharm Ulm mit 95:98 (79:79, 40:32) nach Verlängerung im schwäbischen Duell mit den Walter Tigers Tübingen. "In einem Derby spielen Tabellenplatz, Heimstärke und Siegbilanzen keine Rolle - und das war heute ein typisches Derby", sagte Ulms Trainer Mike Taylor.

Nicht zuletzt 32 Punkte seines Amerikaners Michael Haynes vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Halle erhielt Tübingen die Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme. Zwei Punkte trennen die Tigers von Platz acht. (Die Stenos des Spieltags)

Giants verspielen Halbzeitführung

Im Tabellenkeller feierten die LTi Giessen 46ers im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen 80:73 (38:48)-Erfolg über Aufsteiger Giants Nördlingen. Allerdings gewann auch der direkte Konkurrent Köln 99ers (beide 16:40) 67:59 (32:30) gegen EnBW Ludwigsburg.

In einer Begegnung aus dem Tabellenmittelfeld gewannen die Artland Dragons aus Quakenbrück mit 80:73 (39:43) gegen TBB Trier.

Einen Heimsieg feierten auch die Skyliners Frankfurt mit 64:58 (31:28) über die Giants Düsseldorf.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel