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Rickey Paulding (M.) siegte in Spiel 3 mit den EWE Baskets Oldenburg beim FC Bayern nach zwei Verlängerungen © imago

Rickey Paulding will mit Oldenburg Spiel 5 gegen Bayern erzwingen. Bei SPORT1 spricht er über Fehler und Stehaufqualitäten.

Von Jonas Nohe

München - Das größte Lob bekam Rickey Paulding vom eigenen Trainer.

"Wie Rickey Paulding als unser Kapitän vorneweg gegangen ist, das hat uns am Ende den Sieg gebracht", sagte Trainer Sebastian Machowski nach dem 105:103-Thrillersieg seiner EWE Baskets Oldenburg in Halbfinalspiel drei beim FC Bayern München (Spielbericht).

Mit 25 Zählern war der US-Amerikaner bester Werfer seines Teams, seit mittlerweile sieben Jahren spielt der 31-Jährige in Oldenburg und feierte mit der Deutschen Meisterschaft 2009 seinen größten Erfolg.

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Vorbild statt Lautsprecher

"Er ist kein Mensch der lauten Töne", charakterisierte ihn Machowski nach dem Spiel im Audi Dome, "aber wie es auf Englisch so schön heißt: He's leading by example."

Mit gutem Beispiel will Paulding auch im vierten Spiel gegen die Münchner am Dienstagabend (ab 20.25 Uhr im LIVESTREAM und im TV auf SPORT1) vor heimischer Kulisse vorangehen - und möglichst ein Spiel fünf in München erzwingen.

Bei SPORT1 spricht der Flügelspieler vorher über die Stärke der Bayern, die Unterstützung der Fans und die Lehren aus der bitteren Niederlage in Spiel zwei. (DATENCENTER: Die Playoffs der Beko BBL)

SPORT1: Herr Paulding, es gab in Spiel drei einige Situation, in denen es so schien, als hätten Sie die Partie und damit auch die Serie schon verloren. Wie haben Sie es geschafft, trotzdem immer wieder zurückzukommen?

Rickey Paulding: Wir wussten, dass unsere Saison vorbei ist, wenn wir verlieren. Wir haben nicht aufgegeben, immer weiter gekämpft und am Ende die entscheidenden Körbe gemacht. Die Bayern haben ein wirklich gutes Team und wir mussten hart für diesen Sieg kämpfen.

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SPORT1: Wie hat Coach Machowski auf das Team eingewirkt, gerade in den Auszeiten in der entscheidenden Phase des Spiels?

Paulding: Er hat uns einfach gesagt, dass wir weiter aggressiv bleiben sollen. Wenn wir einen Fehler machen würden, wie wir ihn wieder ausbügeln können. Wir wollten am Ende einfach den Sack zumachen. In Spiel zwei hatten wir schon die Chance, zu gewinnen, aber haben es letztlich nicht geschafft. Das wollten wir in Spiel drei anders machen.

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SPORT1: Hat diese Erfahrung, Spiel zwei so unglücklich zu verlieren, Ihnen in München geholfen? (STENOGRAMME: Playoff-Halbfinale)

Paulding: Ja, das denke ich schon. Wir hatten schon in Spiel zwei das Gefühl, dass wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Und dann haben wir am Ende diese unnötigen Fehler gemacht. Bayern hat ein starkes Team und sie können auch für die entscheidenden Situationen sorgen, um ein Spiel letztlich zu entscheiden. Wir wollten die Fehler aus Spiel zwei auf keinen Fall noch einmal machen. Es ist noch nicht an der Zeit, dass unsere Saison vorbei sein soll.

SPORT1: Wie sehr hat Ihnen die Unterstützung der fast 200 mitgereisten Fans in München geholfen?

Paulding: Die sind einfach großartig. Ich kann immer noch nicht so ganz glauben, dass sie das auf sich genommen haben. Ich weiß nicht genau, wie weit sie mit dem Bus nach München fahren mussten (über 760 Kilometer, Anm. d. Red.), aber wir haben ihnen sehr viel zu verdanken. Wir hätten heute nicht gewinnen können ohne ihre Unterstützung. Und jetzt schulden wir ihnen etwas für Spiel vier in Oldenburg.

SPORT1: Die Fans haben nach dem Spiel in Richtung der Bayern skandiert: "Am Dienstag machen wir es noch mal und am Donnerstag schmeißen wir euch raus." Wird es so kommen?

Paulding: Das weiß ich nicht (lacht). Im Basketball sagt man immer: Ein Spiel nach dem anderen. Das Wichtigste ist viel Erholung und eine gute Vorbereitung auf Spiel vier. Alles andere wird man dann sehen.

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