Nach Oldenburgs Ausgleich in den Halbfinals droht dem FCB der nächste Titel-K.o. Die Schiedsrichter machen Pesic sprachlos.

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Oldenburg/Quakenbrück - Entspannt verfolgten die Spieler von ALBA Berlin im luxuriösen Bus vor dem Fernseher, wie der FC Bayern München den zweiten Matchball vergab (Bericht).

Auf dem langen Heimweg von Quakenbrück erfuhr der Pokalsieger nach seinem Einzug ins Finale der Beko BBL aber noch nicht, gegen wen es ab Sonntag um den neunten Meistertitel geht. (DATENCENTER: Die Playoffs der Beko BBL)

Während die Berliner durch das 69:61 (36:29) im vierten Halbfinale bei den Artland Dragons durch sind und auf der Autobahn feiern durften, muss der als Favorit in die Playoffs gestartete FC Bayern gegen die EWE Baskets Oldenburg ins entscheidende fünfte Spiel.

Wieder nichts mit dem ersten Titel?

"Das ist jetzt eine neue Herausforderung für uns", sagte Trainer Svetislav Pesic, als der Hauptrundensieger die nächste Chance beim 60:70 (31:29) in Oldenburg vergeben hatte.

Nach der scheinbar beruhigenden 2:0-Führung steht es in der Best-of-Five-Serie 2:2.

Im K.o.-Spiel am Donnerstag (ab 19.15 Uhr im LIVE-TICKER, ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de) stehen die Bayern gewaltig unter Druck, der anvisierte erste Titel seit dem Aufstieg vor drei Jahren ist wieder einmal ernsthaft gefährdet. SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen

Seitenhiebe auf die Schiedsrichter

Einsilbig war Pesic im Anschluss an die Niederlage beim Vizemeister. Viel mehr als eine Gratulation für den Gegner wollte der 64-jährige Serbe nicht loswerden. "Damit ist alles gesagt", erklärte Pesic, "über die Schiedsrichter darf ich nichts sagen."

Das desaströse dritte Viertel, in dem die Münchner einen 21:0-Lauf der Oldenburger zuließen, war öffentlich kein Thema.

"Wir müssen offenbar aufhören, so viel zu foulen", erklärte Bayern-Center Yassin Idbihi angesichts von 29 FCB-Fouls gegenüber 18 der Gastgeber und erlaubte sich wie Pesic einen kleinen Seitenhieb in Richtung der Referees.

Sein Nationalmannschaftskollege Heiko Schaffartzik meinte bei SPORT1 vielsagend: "Es gab mehrere Schlüssel für den Oldenburger Sieg. Auf ein paar konnten wir Einfluss nehmen, auf ein paar nicht."

Jenkins glaubt an Final-Einzug

Schaffartzik gab aber auch zu: "Der Sieg ist verdient. Oldenburg hat nach der Pause gut getroffen, wir haben nichts zustande gekriegt."

Nach dem dramatischen dritten Spiel, das die Münchner daheim nach zweimaliger Verlängerung 103:105 verloren hatten, steht den Zuschauern im Audi Dome wohl der nächste Krimi bevor. (STENOGRAMME: Playoff-Halbfinale)

Denn nach dem Auftaktspiel steigerten sich die Oldenburger immer mehr. "Es ist sehr realistisch, dass wir ins Finale kommen", betonte Julius Jenkins.

Und Trainer Sebastian Machowski frohlockte: "Man merkt immer mehr, dass wir verstehen, wie wir gegen diese offensiv sehr talentierte Münchner Mannschaft agieren müssen."

Die bereits in der vergangenen Saison im Halbfinale gescheiterten Bayern, deren Spielmacher Malcolm Delaney (4 Punkte) am Dienstag einen ganz schwachen Abend erwischte und sich über 13 Stunden Twitter-Pause nahm, werden sich strecken müssen.

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Obradovic schwärmt von Berliner Saison

Wenn die Münchner um den Finaleinzug kämpfen, kann sich Berlin wieder zurücklehnen. Vier Tage Pause haben die "Albatrosse" jetzt, auch mit Blick auf die kommende Serie eine komfortable Situation.

"Wir haben bisher eine gigantische Saison gespielt", lobte Trainer Sasa Obradovic. So weit hatten es die Berliner zuletzt 2011 gebracht, kurz bevor die Bayern in die Liga kamen.

Den achten Titel holte ALBA vor sechs Jahren.

Bayern nicht zum Twittern aufgelegt

"Ich bin sehr stolz, weil wir bei Null angefangen haben. Es waren enge Spiele in dieser Serie, da kommt es auf jeden Ballbesitz an", sagte Obradovic.

Danach begann die lange Fahrt, erst um 4.00 Uhr nachts war der Alba-Tross am Ziel. Wo die nächste Tour hinführt, ist noch offen.

"Finalteam 1 sieht im Alba-Bus, dass Finalteam 2 noch nicht feststeht", twitterten die Berliner.

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"Wir hätten Bock!", antworteten die EWE Baskets Oldenburg. Die Bayern verzichteten auf eine Reaktion.

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