Bayern München schüttelt im ersten BBL-Finale einen grauenhaften Start ab und zieht Berlins gefürchteter Verteidigung den Zahn.

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Vom FC Bayern berichtet Florian Pertsch

München - FC Bayern München als Erster der regulären Beko BBL-Saison gegen den Pokalsieger 2014 aus Berlin ? besser kann eine Finalserie wohl nicht aufgestellt sein.

Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an diese erste Partie der Beko-BBL-Finals - und sie wurden nicht enttäuscht.

Nach den ersten spannenden 40 Minuten der Endspielserie geht Bayern München durch ein 88:81 (44:39) in der Best-of-Five-Serie mit 1:0 in Führung und tritt am Donnerstag zum zweiten Duell (18.15 LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-LIVESTREAM auf SPORT1.de) bei ALBA Berlin an.

Delaney Topscorer

Topscorer der Münchner war bei Temperaturen von mehr als 30 Grad in der Halle Most Valuable Player Malcolm Delaney mit 16 Punkten, Bryce Taylor erzielte 15 Zähler. Berlin hatte in Reggie Redding mit 22 Punkten seinen besten Werfer (STENOGRAMME: Das Finale).

Bayern hatte beide Saisonspiele gegen Berlin abgeschenkt, und Svetislav Pesic hatte sich für die Revanche eine neue Starting Five ausgedacht.

Mit Heiko Schaffartzik, Deon Thompson und Yassin Idbihi standen drei "Albatrosse" der vergangenen Saison zusammen mit Robin Benzing und MVP Malcolm Delaney auf dem Parkett.

Steffen Hamann musste nach seinen zwei guten Spielen gegen Oldenburg wieder auf die Bank (DATENCENTER: Die Playoffs der Beko BBL).

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Benzing legt stark los

Auf Seiten der Berliner brachte Sasa Obradovic David Logan, Cliff Hammonds, Alex King, Jan-Hendrik Jagla und Leon Radosevic.

Benzing, der in Spiel fünf gegen Oldenburg angeschlagen keine Minute spielte, eröffnete die Partie mit einem lockeren Floater über das Brett (ersten sechs Bayern-Punkte), Nationalmannschaftskollege King antwortete mit einem Dreier und einem Fastbreak-Korbleger zum 5:2.

Der Pokalsieger punktete fast nach Belieben und Bayerns Delaney war bis auf einen Dreier bei Kettenhund Hammonds zunächst abgemeldet.

Hamann findet sein Händchen

3:45 Minuten vor Ende des Viertels verwandelte Redding einen frechen Dreier und schraubte die Berliner Führung auf 20:9.

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Mit einer identischen Aktion schlossen die Bayern das Viertel zum 24:30. Der Schütze war allerdings eher untypisch: Steffen Hamann.

Im zweiten Viertel wurde die Intensität dann hochgeschraubt. Sven Schultze und Boris Savovic tauschten ein paar Nettigkeiten aus und wurden von Referee Boris Schmidt deutlich ermahnt.

Unsportliches Foul von Schultze

Kurze Zeit später benahm sich Berlins Oldie Schultze erneut daneben. Der 35-Jährige verpasste Delaney einen Wischer im Gesicht und bekam das unsportliche Foul.

Dieses Momentum nutzte Bayern und glich durch Delaney und Taylor aus (32:32, 13. Minute).

"Big John" Bryant legte einen Dunking nach und brachte die Stimmung zurück in die Halle.

Der MVP der vergangenen beiden Spielzeiten drehte auf, erzielte in sieben Minuten neun Punkte, musste dann aber mit drei Fouls ganz schnell wieder auf die Bank.

"Bayern hat deutlich physischer angefangen zu spielen, die Schiedsrichter lassen es laufen", sagte Berlins Manager Marco Baldi bei SPORT1. "Ich glaube, Bayern hat 24 Freiwürfe geschossen, wie sieben. Damit sage ich nicht, dass die Schiedsrichter Schuld daran haben, aber das Spiel hat sich dadurch dramatisch geändert. Wenn die Schiedsrichter so pfeifen, müssen wir uns darauf einstellen."

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Obradovic platzt der Kragen

Berlin kam engagiert aus der Kabine, aber ohne den roten Faden half aller Einsatz nicht.

Bayern hatte das Spiel nun unter Kontrolle ? eine Eigenschaft die Coach Obradovic teilweise verloren ging. Bei einer strittigen Szene mit Hamann kassierte der Berliner ein technisches Foul.

Bayern bedankte sich und brachte eine 44:39-Führung in die Pause.

Bayern am Drücker

Bayern erarbeitete sich nach vier Minuten eine 56:46 Führung und hatte in den entscheidenden Momenten immer einen Tick schneller die Hand am Ball.

Obradovic versuchte sein Team von der Seitenlinie wieder in die Spur zu bekommen, wurde aber in immer schnelleren Abständen durch die drei Schiedsrichter zurechtgewiesen.

Vor allem die teils theatralische Art der Bayern, nach Fouls zu reagieren brachte den Serben aus der Fassung.

Schaffartzik lässt Dome toben

Kurz darauf nahm Berlins Coach bei ohrenbetäubendem Lärm die nächste Auszeit. Schaffartzik traf einen Dreier zum 61:46 und besorgte die höchste Münchner Führung der bisherigen Partie.

ALBA kam zwar noch zwischenzeitlich noch einmal etwas näher heran, doch Delaney besorgte mit zwei Freiwürfen die deutliche 70:57-Führung vor dem letzten Viertel.

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Kurzer Berliner Zwischenspurt

Was eine Berliner Aufholjagd durch Hammonds? Dreier im letzten Viertel hätte werden können, konterten die Bayern mit einem Distanzwurf von Savovic.

Doch der Pokalsieger bewies Moral und kämpfte sich Mitte des Schlussabschnitts auf 65:72 heran.

Bayern wirkte leicht angeschlagen, doch Thompson holte München aus der Lethargie. Der bullige Forward hämmerte den Ball durch den Ring und erhöhte auf 74:65.

ALBA bließ in den letzten 90 Sekunden ein letztes Mal zur großen Aufholjagd, doch Bayern behielt die Nerven und brachte den 88:81-Erfolg nach Hause (SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen).

[kaltura id="0_evah17tw" class="full_size" title="Jagla In der Defensive nicht gut gewesen "]

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