Die Gerüchte um Trainer Obradovic stoßen vor Spiel 2 in Berlin auf wenig Begeisterung. ALBA lässt fleißig die Bärte wachsen.

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München - Der Ton zwischen München und Berlin war selten freundlich, und die erste Partie der Beko BBL-Finals hat nicht gerade zur Entspannung beigetragen.

Bayern plus ALBA, diese Formel endete zumeist in wilden Beschuldigungen und fiesen Sticheleien.

Wie zuletzt nach Spiel eins (Bericht), als Berlins Trainer Sasa Obradovic Malcolm Delaney der Schauspielerei beschuldigte und Geschäftsführer Marco Baldi die besten Schiedsrichter für das zweite Duell (ab 18.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) in der Hauptstadt forderte.

"BBL-Stressformel"

Jetzt bekommt die "BBL-Stressformel" noch eine dritte Variable dazu ? Bamberg heizt die Serie mit Gerüchten noch etwas an.

Der Serienmeister der letzten vier Jahre ist nach der Entlassung von Chris Fleming auf Trainersuche und will nach SPORT1-Informationen in Berlin wildern (STENOGRAMME: Das Finale).

Bambergs Aufsichtsratsvorsitzender Michael Stoschek macht keinen Hehl daraus, was für ein Trainer ihm vorschwebt.

Stoschek sorgt für Wirbel

"Es ist kein Zufall, dass die streng trainierenden Coaches derzeit die erfolgreichen sind", soll Stoschek laut "Bild" gesagt haben: "Die Kandidaten, mit denen wir reden, sind in ihren Ländern aber noch in den Playoffs."

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Nachdem Bayerns-Trainer Svetislav Pesic wohl eher nicht gemeint sein dürfte, bleibt in der BBL nur noch Obradovic.

Ein Fakt, der in Berlin nicht gerade Begeisterungsstürme auslöst.

"Das ist Unfug. Nur ein Störfeuer, aus welcher Richtung auch immer. Sasa und wir haben mit seinem Berater vereinbart, nach den Playoffs zu reden, das ist der letzte Stand und dabei bleibt es", machte ALBA-Sportdirektor Mithat Demirel seinem Unmut Luft und merkte an, dass der Zeitpunkt des Gerüchts "schon merkwürdig sei.

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Viele Optionen für Obradovic

Obradovic kann sich - abgesehen vom Final-Stress - entspannt zurücklehnen und die Optionen ausloten.

Sein Vertrag läuft nach der Saison aus, und mit dem Pokalsieg und der Finals-Teilnahme dürfte er keine schlechten Karten im anstehenden Vertragspoker haben ? egal wie der zukünftige Arbeitgeber heißen wird.

Die Bayern werden die Gerüchte wohlwollend vernehmen, könnte es doch eine kleine Ablenkung im hart umkämpften Titelrennen sein.

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Auch wenn die Münchner die Hitzeschlacht in Spiel eins mit 88:81 für sich entschieden haben, warnt Bayern-Coach Pesic vor Berlins Heimstärke.

"Alba ist zu Hause der Favorit. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Spiel eins ist abgehakt. Wir haben die Partie ausgiebig analysiert, um zu sehen, was wir in der Offensive und Defensive jetzt noch optimieren können", erklärte der 64-jährige Serbe.

Pesic geht davon aus, dass ALBA "speziell zu Hause sehr defensiv spielt", um so in den Rhythmus zu kommen.

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Darum mahnt der Bayern-Trainer auch die mentale Stärke an, die Bayern in Spiel eins auszeichnete, nachdem sie im ersten Viertel bereits mit 13 Punkten zurücklagen.

Dieser Faktor findet auch bei Pesic' einstigem Spieler Obradovic große Beachtung.

Konstanz gefordert

"Wir haben in Spiel eins gut begonnen, haben dann aber über einige Schiedsrichterentscheidungen den Kopf verloren", blickt Obradovic zurück und fordert: "Wir müssen unsere Taktik umsetzen und dabei mental stark nicht auf Provokationen reagieren. Wir dürfen uns nicht solche großen Schwankungen leisten wie in Spiel eins."

Sportdirektor Demirel erwartet eine mit 14.500 Zuschauern ausverkaufte Arena und ist sich sicher, dass die Atmosphäre feurig wird.

"Im letzten Spiel herrschte eine grandiose Stimmung, und ich bin mir sicher, dass diese in Spiel 2 noch übertroffen wird", freute sich Demirel bei "Radio Eins".

Fast schon traditionell gibt es auch in dieser Saison eine Playoff-Bart-Aktion und die Berliner beweisen große Geschlossenheit.

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Ob die "Albatrosse" ihre stolze Gesichtsbehaarung auch noch ein zweites Mal dem Hauptstadtpublikum präsentieren können, hängt maßgeblich von Spiel zwei ab.

Sollte das Duell in Berlin auch an die Münchner gehen, dann haben die Münchner in der dritten Partie bereits den ersten Matchball und könnten den Sweep perfekt machen.

Dann wären immerhin die Ehefrauen der ALBA-Spieler froh, die sich ebenfalls traditionell nicht gerade über das "Gestrüpp" im Gesicht ihrer Gatten freuen.

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