Vor Spiel zwei im Finale der Beko BBL steht plötzlich der ALBA-Trainer im Mittelpunkt. Der Sieg gegen Bayern beruhigt die Nerven.

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Berlin - Sasa Obradovic lächelt eher selten. Es muss schon einiges passieren, damit die Mundwinkel des Trainers von ALBA Berlin nach oben gehen.

Ein überzeugender Sieg im Finale der Beko BBL reicht dafür allein nicht aus. Mehr oder weniger emotionslos, eben so wie immer, nahm der Serbe das 95:81 (54:49) der Berliner gegen den FC Bayern München zur Kenntnis. Mit den Gerüchten um seine Person hatte das nichts zu tun.

Unmittelbar vor dem zweiten Spiel der Best-of-five-Serie hatten Medienberichte über einen angeblich bevorstehenden Abschied des 45-Jährigen für Unruhe gesorgt. Nach SPORT1-Informationen soll Obradovic einer von vier Kandidaten beim entthronten Meister Brose Baskets Bamberg sein (BERICHT).

Obradovic wollte sich nicht zum Thema äußern, der Erfolgscoach konzentriert sich voll und ganz auf die Playoffs - so wie seine Mannschaft und die ALBA-Verantwortlichen. (DATENCENTER: Die Playoffs der Beko BBL)

Demirel findet es "merkwürdig"

Als "Störfeuer" bezeichnete Sportdirektor Mithat Demirel die Spekulationen, "schon merkwürdig" sei der Zeitpunkt. Tatsache ist aber, dass Obradovics Vertrag ausläuft, und ein Interesse der Bamberger ist gut vorstellbar.

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Berlin hat unter seinem früheren Profi zuletzt zweimal den Pokal (2013, 2014) und den Champions Cup (2013) gewonnen. Zudem suchen die Franken nach der Entlassung von Chris Fleming einen strengen Trainer, da passt Obradovic ins Profil.

Gespräche nach den Playoffs

ALBA kann und will sich damit jetzt nicht beschäftigen. "Sasa und wir haben vereinbart, nach den Playoffs zu reden", sagte Demirel vor Spiel zwei bei SPORT1. Meister werden und dann weitersehen, lautet die Devise. Die Spieler setzen es um.

Ganz und gar unbeeindruckt spielten die "Albatrosse" auf und sorgten nach dem unglücklichen Auftakt vier Tage zuvor in München (81:88) mit einer konzentrierten Vorstellung für den 1:1-Ausgleich.

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"Vom ersten Moment an waren wir voll da", sagte Obradovic: "Das ist zwar nur ein Sieg, doch er sollte uns Selbstvertrauen für das Spiel am Sonntag in München geben."

In Spiel drei (ab 16.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) geht es um den ersten Matchball der Finalserie, bei der darauffolgenden Begegnung in Berlin (18. Juni) könnte die Entscheidung fallen.

Pfiffe gegen Schaffartzik

Noch einmal muss also auch Heiko Schaffartzik wieder in seine Heimatstadt reisen. Der verlorene Sohn, im vergangenen Jahr trotz laufenden Vertrages nach München gewechselt, bekam einmal mehr den Ärger der ALBA-Fans ab.

Bei jedem Ballkontakt wurde der Nationalspieler anfangs ausgepfiffen, mit jedem Treffer des Rückkehrers wurden die ALBA-Fans unter den mehr als 12.000 Zuschauern aber ruhiger.

Wie Obradovic ließen auch Schaffartzik (12 Punkte) die Umstände kalt - wenigstens äußerlich. "Ich gehe das Ganze sehr emotionslos an. Emotionen schaden mir hier", sagte der Buhmann der Berliner: "Es ist, wie es ist."

Die Gründe für die verdiente Niederlage lagen auf der Hand. "Wir sind nie so richtig in unseren Rhythmus reingekommen", sagte der 30-Jährige. Alba habe aber "einfach auch sehr gut gespielt".

Bayern-Trainer Svetislav Pesic, einer von vielen Münchnern mit Alba-Vergangenheit, fand in der Statistik interessante Zahlen: "Unsere Fieldgoal-Quote von 60 Prozent war zwar ein Saisonrekord für uns, aber trotzdem haben wir mit 14 Punkten verloren. Das ist ungewöhnlich."

Vor allem die ebenfalls rekordverdächtigen 19 Ballverluste dürften den Serben wurmen.

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