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Marco Baldi ist bei ALBA seit den Anfangszeiten 1990 in der Verantwortung © imago

ALBA-Manager Marco Baldi bezieht bei SPORT1 Stellung zu den FCB-Vorwürfen und lädt die Bayern zur Mitarbeit in der Beko BBL ein.

Vom FC Bayern berichten Michael Spandern und Eric Böhm

Der Rundumschlag von Trainer Svetislav Pesic und Geschäftsführer Marko Pesic nach dem Erfolg des FC Bayern München in Spiel 3 (Bericht u. Video) überschattet die Finals der Beko BBL.

Marco Baldi, Manager des Endspielgegners ALBA Berlin und Hauptziel der Münchner Attacken, reagiert bei SPORT1 kühl. "Ich werde mich mit Sicherheit nicht auf das Niveau begeben und das öffentlich kommentieren", betont er.

"Alles, was es dazu zu sagen gibt, werde ich ihn persönlich sagen", sucht er die Gelegenheit zur Aussprache. Gleich am Abend habe er versucht, Svetislav Pesic zu sprechen, den FCB-Coach aber nicht erreicht. (STENOGRAMME: Die Finals der Beko BBL)

System hinter dem Rundumschlag?

Der hatte Baldi vor versammelter Presse zurechtgewiesen: "Er soll aufhören, bei anderen Vereinen und Schiedsrichtern Entschuldigungen zu suchen. Ich habe lange ruhig gehalten, aber jetzt reicht es mir. Das ist respektlos." SHOP: Jetzt Basketball-Artikel kaufen

Baldi vermutet bei SPORT1 System hinter den Vorwürfe und dem Zeitpunkt: "Er ist ein erwachsener und erfahrener Mann, der weiß, wann er was wie sagt."

Nach rund 25 Jahren gemeinsamer Arbeit ist die Verbundenheit spätestens jetzt Geschichte - anders als mit dem Münchner Co-Trainer und Neu-Bundestrainer Emir Mutapcic.

"Auch Pesic erhält Anerkennung"

"Mutapcic habe ich 1991 als Spieler am Flughafen in Schönefeld abgeholt, uns verbindet sehr viel. Vielleicht fragen Sie ihn einmal, wie er zu dem Ganzen steht."

Ob Baldi, wie es Pesic behauptet, den beiden Ex-Albatrossen zu wenig Respekt für die sieben errungenen Meistertitel zolle? "Wer hier eine Leistung gebracht hat, hat Anerkennung verdient und wird sie auch weiter erhalten - selbstverständlich auch Svetislav Pesic", stellt er klar.

Doch die Vergangenheit dürfte nicht das bestimmende Thema werden vor Spiel 4 in Berlin (Mi., ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM), wo die Bayern ihren ersten Meistertitel seit 59 Jahren klarmachen wollen. (DATENCENTER: Die Playoffs der Beko BBL)

Bayern-Kritik an Schiri-Ansetzung "abwegig"

Vielmehr dürfte es mal wieder um die Schiedsrichter gehen, und auch um deren Auswahl.

Marko Pesic hatte gepoltert, dass Baldi vor Spiel 2 die Ansetzung von Robert Lottermoser qua Amtes als Beko-BBL-Präsidiumsmitglied eingefädelt hatbe.

Eine Unterstellung, die auch die Liga irritiert: "Wir finden das abwegig", teilte Beko-BBL-Sprecher Dirk Kaiser mit. "Das Präsidium hat nichts mit den Schiedsrichteransetzungen zu tun. Dafür gibt es einen unabhängigen Schiedsrichteransetzer."

"Inhaltlich praktisch nicht anwesend"

Baldi kontert den Vorwurf des Amtsmissbrauchs süffiant: "Wir haben seit 20 Jahren ein BBL-Präsidium, das aus BBL-Managern besteht. Wenn die Bayern da reindrängen, dann freut es mich."

"Und wenn es dann soweit ist, dass die Bayern mitarbeiten wollen, dann sind sie herzlich eingeladen", schiebt er nach. "Die Bayern waren bisher zwar personell, aber inhaltlich praktisch nicht anwesend."

Fakt ist, dass sich Marko Pesic 2012 nicht zur Wahl ins Präsidium, in dem mit Alexander Reil (EnBW Ludwigsburg), Robert Wintermantel (Walter Tigers Tübingen) und Baldi drei Klubmanager sitzen, stellte. 2015 kommt es turnusgemäß zu Neuwahlen durch die Klub-Vertreter.

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