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Julius Jenkins wechselte 2006 von Euphony Bree nach Berlin © imago

Nach der überraschenden Niederlage bei Abstiegskandidat Braunschweig konzentriert sich Berlin auf den Kampf um Rang zwei.

Berlin - Titelverteidiger ALBA Berlin hat nach einer Blamage den Kampf um die Vorrundenmeisterschaft in der BBL vorzeitig aufgegeben:

"Das ist bitter und ein harter Schlag für uns. Jetzt müssen wir Platz zwei sichern. Momentan bringt es nichts, nach oben zu schielen", sagte Geschäftsführer Marco Baldi nach der bitteren 64:65 (36:27)-Niederlage beim Abstiegskandidaten New Yorker Phantoms Braunschweig.

Da die EWE Baskets Oldenburg ihren Marsch an der Tabellenspitze am 30. Spieltag mit einem knappen 98:96 (54:43)-Sieg bei den Giants Düsseldorf unbeirrt fortsetzten und nun 48:10 Punkte aufweisen, liegt Meister Berlin (42:14) schon sechs Zähler hinter den Niedersachsen. Die Pole Position für den Start in die Playoffs scheint somit bereits vergeben. (DATENCENTER: Die Bundesliga)

ALBA verschenkt Sieg

Bei den Phantoms, die zuvor acht Spiele in Folge verloren hatten, verschenkte Pokalsieger ALBA den Sieg nach einer klaren Halbzeitführung.

Erst vergab Berlins Topscorer Julius Jenkins (16 Punkte) am Ende einen Freiwurf, ehe der Braunschweiger Dustin Salisbery 1,5 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Dreipunkte-Wurf für die Überraschung sorgte.

"Wir haben uns leider einige Aussetzer geleistet. Am Ende fiel der Sieg der Braunschweiger glücklich aus, aber er war durch und durch verdient", meinte Alba-Trainer Luka Pavicevic.

Krunic lobt Einstellung

Der Mannschaft des Serben sitzt nun das Überraschungsteam MEG Göttingen im Nacken.

Der mit Berlin punktgleiche Tabellendritte gewann 70:61 (32:28) gegen ratiopharm Ulm.

Im Gegensatz zu ALBA behielten die Oldenburger ihre Nerven und retteten den 24. Saisonsieg trotz einer schwachen zweiten Halbzeit ins Ziel.

"Es war das erwartet schwere Spiel, aber mein Team hat eine gute Einstellung gezeigt", sagte Baskets-Coach Predrag Krunic.

Beim achten Oldenburger Sieg in Folge stachen die US-Amerikaner Je'Kel Foster und Rickey Paulding mit jeweils 20 Punkte heraus.

Simmons-Gala gegen Tübingen

Ebenfalls einen knappen Erfolg feierten die Telekom Baskets Bonn beim 67:65 (36:37) bei den Giants Nördlingen. Der Vizemeister bleibt mit 40:18 Punkten Vierter und damit im Rennen um Platz zwei.(Bonn klarer Sieger im Verfolgerduell)

Auf Rang fünf folgen mit 38:22 Zählern die Skyliners Frankfurt, die 72:59 (44:23) bei den Walter Tigers Tübingen gewannen.

Eine Gala-Vorstellung lieferte dabei Frankfurts Keith Simmons ab. Der US-Guard schoss Tübingen mit 25 Punkten, sechs Rebounds und drei Assists quasi im Alleingang ab.

"Ich habe viele einfache Körbe abstauben können und das gab mir viel Selbstvertrauen. Dieser Sieg gibt uns auch Mut für das schwere Spiel in Oldenburg am nächsten Donnerstag", meinte Simmons.

Rückschlag für Bamberg

Im Kampf um die Playoff-Plätze musste Ex-Meister Brose Baskets Bamberg (32:28) beim 63:78 gegen die Artland Dragons Quakenbrück (28:30) einen Rückschlag hinnehmen. Dabei führte die Mannschaft von Trainer Chris Fleming zur Halbzeit noch mit 36:31.

EnBW Ludwigsburg (30:30) siegte unterdessen gegen das abgeschlagene Schlusslicht Eisbären Bremerhaven 88:82 (41:40)

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