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Die 46ers (l. Maurice Jeffers) spielten seit 1966 ohne Unterbrechung in der BBL © getty

Nun hat es auch das letzte Gründungsmitglied der BBL erwischt, das seit 1966 immer erstklassig war. Ulm steht sicher in den Playoffs.

Berlin - Die LTi Giessen 46ers sind als Gründungsmitglied der Basketball Bundesliga (BBL) erstmals aus dem Oberhaus abgestiegen.

Das Team der "ersten Stunde" (1966), fünf Mal deutscher Meister, unterlag in einem wahren Krimi in der dritten Verlängerung mit 94:98 (85:85, 76:76, 70:70, 29:33) bei den New Yorker Phantoms Braunschweig.

Bei nur noch einem ausstehenden Spiel haben die Mittelhessen damit keine Chance mehr auf das rettende Ufer.

Der Tabellenletzte Eisbären Bremerhaven stand zuvor bereits als Absteiger fest. Die Köln 99ers sind dagegen trotz der 58:73 (30: 33)-Niederlage bei TBB Trier gerettet.

ALBA patzt in Frankfurt

Im Saisonendspurt geht Spitzenreiter EWE Baskets Oldenburg derweil die Puste aus.

Die 79:89-Pleite beim Tabellenzwölften Walter Tigers Tübingen am 33. Spieltag war für die Niedersachsen bereits die zweite Niederlage in Folge.

Doch die die "Pole Position" ging nicht verloren, weil Verfolger Alba Berlin mit 66:73 (32:32) bei den Deutsche Bank Skyliners in Frankfurt patzte.

0:20-Serie

"Das war ein schlechter Abend für uns. So sind wir nicht bereit für die Playoffs. Das war hoffentlich ein Weckruf für mein Team", sagte Baskets-Trainer Predrag Krunic, dessen Team sich insgesamt 20 Ballverluste leistete.

Der bosnische Coach ärgerte sich vor allem über die 0:20-Serie, die der Tabellenführer bereits im ersten Spielviertel kassiert hatte: "Ich hatte meine Spieler davor gewarnt, Tübingen nicht ernst zu nehmen - aber es scheint so, als ob genau das passiert ist."

Paulding Topscorer

Mit 50:14 Zählern bleiben die Oldenburger, bei denen nur Topscorer Rickey Paulding mit 27 Punkten überzeugte, dennoch Erster vor Alba Berlin (48:14).

Zum Abschluss der Hauptrunde am 9. Mai treffen die beiden Spitzenteams in Berlin aufeinander.

(DATENCENTER BBL: Ergebnisse und Tabelle)

Gelungener Abschluss

Die Tübinger ließen sich nach dem letzten Heimspiel in dieser Saison von den 3000 Zuschauern feiern.

"Wir haben alles gegeben, um uns mit einem Sieg zu verabschieden. Das war ein Geschenk für unsere Fans", sagte Tigers-Spielmacher Branislav Ratkovica, der gegen seinen Ex-Klub Oldenburg mit 17 Punkten auftrumpfte.

Als bester Werfer der Gastgeber konnte sich Michael Haynes mit 25 Zählern auszeichnen.

Göttingen festigt Rang drei

Verfolger MEG Göttingen (48:16) untermauerte durch den ungefährdeten 79:53-Sieg beim Elften EnBW Ludwigsburg den dritten Tabellenrang.

"Gratulation an meine Spieler. Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Seiten. Wir haben unsere Dreier gut getroffen, auch unter Druck", sagte MEG-Coach John Patrick.

Ulm landet in den Playoffs

Derweil hat ratiopharm Ulm (40:24) mit dem 77:73-Erfolg gegen die Paderborn Baskets vor dem Play-off-Start am 17. Mai den sechsten Platz endgültig sichergestellt.

Die finanziell angeschlagenen Paderborner (32:30) müssen weiter um die Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde zittern.

Siege für die Giants

Im Tabellenkeller siegten die Giants Nördlingen nach Verlängerung 91:84 bei Bremerhaven.

Im weiteren Sonntagspiel feierten die Giants Düsseldorf mit 87:86 (41:39) gegen die Artland Dragons Quakenbrück den 13. Saisonsieg.

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