ALBA Berlin hat seine Drohung wahr gemacht und sich aus allen Gremien und Arbeitsgruppen der BBL zurückgezogen.

"Wir werden in Zukunft unsere Energie auf die Dinge konzentrieren, bei denen man davon ausgehen kann, dass unser Aufwand auch Früchte trägt", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi.

Der ehemalige Serienmeister hatte nach einer Niederlage gegen die Skyliners Frankfurt (70:76) am 20. März erstmals mit dem diesem Schritt gedroht. Als Grund führten die Verantwortlichen der "Albatrosse" eine systematische Benachteiligung seitens der Schiedsrichter an.

ALBA arbeite seit Jahren im direkten Dialog mit der BBL erfolglos daran, die Qualitätsstandards zu erhöhen und eine Gleichbehandlung des Clubs insbesondere im Schiedsrichterbereich zu erzielen, hieß es in einer Mitteilung des Tabellendritten.

Nach dem Spiel gegen Frankfurt hatte Baldi von einer seit zwei Jahren andauernden Tendenz gegen ALBA gesprochen. Der Verein habe immer wieder Videomaterial an die BBL geschickt, doch passiert sei nichts.

Der ALBA-Geschäftsführer war stattdessen nach seiner öffentlichen Schiedsrichterkritik von der BBL mit einer Strafe von 2600 Euro belegt worden. Laut Vereinsmitteilung habe ein weiterführender inhaltlicher Austausch zu diesem Thema seither jedoch nicht sattgefunden.

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