Dirk Bauermann hat das Engagement als Trainer der Basketballer von Bayern München trotz aller Startschwierigkeiten in der Bundesliga nie bereut.

"Man muss Chancen erkennen, ergreifen und aufpassen, dass man nicht in ein Bedenkensträgertum verfällt, wie es in Deutschland weit verbreitet ist", sagte der ehemalige Bundestrainer den "Aachener Nachrichten".

Vor der Vertragsunterzeichnung in München sei ihm aus seinem Umfeld vom Schritt abgeraten worden, doch Bauermann ließ sich nicht umstimmen. "Warnungen - und die gab es vielfach - waren mir egal", sagte der 54-Jährige.

"Du bist verrückt. Bayern ist Harakiri", habe ihm vor zwei Jahren beispielsweise Ron Adams, Assistenztrainer beim NBA-Klub Chicago Bulls, gesagt. "Aber diese Chance in München macht so viel Freude, hat so viel Perspektive", so Bauermann.

Von der ersten Bundesliga-Spielzeit hat sich der erfahrene Coach mehr versprochen. "Anfang der Saison hatte ich noch gedacht, dass ein bisschen mehr vielleicht möglich wäre, aber wir haben unglaublich viele Nackenschläge erlitten. Diese Saison ist für uns definitiv ein Übergangsjahr", sagte der gebürtige Essener.

Derzeit liegt der Aufsteiger vor allem wegen seiner akuten Auswärtsschwäche nur auf dem achten Tabellenplatz und muss um die Play-offs bangen.

Schon in naher Zukunft will Bauermann mit den Bayern ganz oben angreifen. "Der ganze Verein ist so aufgestellt, dass er die Nummer eins in allen Bereichen sein kann und will", sagte der Coach.

Irgendwann wolle er "auf dem Rathaus-Balkon stehen und feiern".

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