Es sieht schlecht aus für die Brose Baskets Bamberg. 878:1516, Bayern München hat die Nase vorn. Zumindest beim Facebook Share, einem Social-Media-Duell auf der Homepage der Beko BBL, bei dem die Fans ihre Lieblingsteams mit Punkten versorgen können.

Doch der Meister hat Hoffnung. Es ist nur ein Zwischenstand, die Abstimmung läuft noch. Bis zum Süd-Gipfel am Sonntag (13.15 Uhr) ist reichlich Zeit.

Casey Jacobsen dürften solche Spielereien wenig interessieren, der Kapitän der Bamberger konzentriert sich lieber auf das Wesentliche.

Das Derby kommt dem Amerikaner nach der klaren Niederlage in der Euroleague gegen Spaniens Titelträger FC Barcelona (66:86) gerade recht. "Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt. Es ist gut, dass jetzt gleich das Derby gegen München ansteht", sagte Jacobsen.

Titelverteidiger Bamberg will gegen die Münchner, die freiwillig auf den Europapokal verzichtet haben, nicht einfach nur gewinnen. Es sei wichtig, "eine Botschaft zu senden", so Jacobsen. Und deren Inhalt ist denkbar einfach: "Die Brose Baskets sind bereit. In jedem Spiel."

Ein Erfolg in Bamberg wäre wichtig im Kampf um die Playoff-Plätze, aber noch wichtiger für das Prestige.

Schließlich wollen die Bayern den dreimaligen Double-Gewinner auf kurz oder lang als deutsche Nummer eins ablösen. Bislang haben die Bamberger die Angriffe der Konkurrenz erfolgreich abgewehrt.

Die Münchner hoffen auf ihren ersten Erfolg in Oberfranken seit dem Aufstieg im vergangenen Jahr. Demond Greene, der selbst von 2007 bis 2009 in Bamberg gespielt hat, stellt sich vor seiner Rückkehr mit den Bayern auf schwierige 40 Minuten ein.

Auch wenn sich das Gesicht der Brose Baskets im Vergleich zur letzten Saison stark verändert hat. "Ich schätze sie ähnlich stark ein wie in den letzten Jahren", sagt Greene. Bamberg sei "die momentan beste Mannschaft der Liga".

In der vergangenen Spielzeit gab es für Greene mit München in der "Frankenhölle" nichts zu holen. Beim 89:77 ließ der Meister den Emporkömmling abblitzen.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel