Der ehemalige Bayern-Trainer Dirk Bauermann will trotz seines spektakulären Rauswurfs beim FCB nicht verbal gegen seinen Ex-Klub zurückschießen. "Ein Replik wie von Louis van Gaal wird es von mir sicher nicht geben", stellte Bauermann in der "Bild" klar.

Obwohl ihm Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach der Entlassung im SPORT1-Interview sogar "Realitätsverlust" vorgeworfen hatte, sagte Bauermann: "Ich habe nicht das Bedürfnis, etwas klarzustellen. Ich denke, meine Erfolge sprechen für sich. Und sollten Zweifel an meiner fachlichen Kompetenz entstanden sein, kann ich dies nur mit neuen Erfolgen beantworten."

Van Gaal, der nach seiner Entlassung 2011 erst jetzt die Macht von Bayern-Boss Hoeneß angeprangert hatte, kritisierte Bauermann: "Wenn man etwas zu sagen hat, dann macht man sowas sofort und wartet nicht eineinhalb Jahre ab, bis man losledert. Dieser Stil hat mir überhaupt nicht gefallen. Entweder man steigt sofort in den Ring, oder überhaupt nicht."

Den Rausschmiss bei Bayern sieht Bauermann pragmatisch. Er neige nicht zu "Weinerlichkeit" und "Verbitterung": "Als Trainer muss man immer vor Augen haben, dass der Job schnell wieder vorbei sein kann."

Im Kracher gegen Bamberg am Sonntag drückt er dennoch dem FCB "wenigstens einen Daumen. Schließlich sind das - trotz der Trennung - immer noch irgendwie meine Jungs".

Nun will der ehemalige Nationaltrainer erst einmal in die USA fliegen und bei den Chicago Bulls hinter die Kulissen der NBA schauen: "Ich lehne mich nicht zurück. Basketball bleibt eine Herzensangelegenheit."

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