Die Giessen 46ers müssen trotz des beantragten Insolvenzverfahrens derzeit nicht um ihre Lizenz fürchten. Das teilte Geschäftsführer Heiko Schelberg am Donnerstag mit.

"Wir haben uns die Entscheidung, dass wir einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellen, nicht leicht gemacht. Wir haben aber die Verpflichtung nicht nur an den nächsten Tag, sondern auch an die weitere Zukunft für den Basketballstandort Gießen zu denken", erklärte Schelberg.

Und weiter: "Wir haben hier ein sehr schweres Erbe übernommen, konnten aber seit meinem Antritt als alleiniger Geschäftsführer am 15. Juni 2012 schon viele Baustellen aus dem Weg räumen. Im Gespräch mit der Beko Basketball Bundesliga, das am heutigen Tage stattfand, haben wir die Irritationen größtenteils ausräumen können und gehen momentan davon aus, dass kein Lizenzentzug von Seiten der Beko BBL angedacht ist."

Die Finanzierung bei den 46ers, die voraussichtlich mit einem Abzug von vier Punkten rechnen müssen, sei bis Ende Januar 2013 abgesichert, erklärte Insolvenzverwalter Tim Schneider.

Allerdings fehlen den Mittelhessen im Ferbuar rund 220.000 Euro, im März wird das Finanzloch bis auf 360.000 Euro anwachsen.

"Ich bin froh, dass der Insolvenzantrag zum jetzigen Zeitpunkt gestellt wurde. Dadurch besteht noch die Möglichkeit zur Sanierung. Aber die Situation ist kritisch", sagte Schneider.

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